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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 94

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 94 (sequence 97)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476292--9138-3485289
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9\ e. Kongreß-Sitzung: Referat über Verwirklichung d?s Zionismus des Zionismus steigern, seine Anziehungskraft nach innen und außen erhöhen. Die Vergrößerung des Jischuw ist nicht nur eine Quantitätsfrage. Mit der Zunahme des Jischuw erweitert sich auch der politische Horizont des Zionismus, ändern sich auch unsere Beziehungen zur Mandatsregierung und zu unserem Nachbarvolke. DAS JAHR 1933 - HIN WENDEPUNKT. In dieser Hinsicht bildet das jähr kjjj einen Wendepunkt. Ich glaube, daß das Jahr 1933 in der Geschichte des Zionismus seinen Platz neben den beiden bedeutsamen Daten in unserer Bewegung, dem Datum des ersten Kongresses vom Jahre 1897 und dem Datum dor Balfour-Deklaration vom Jahre 1917 behaupten wird. Das Jahr n;;; bildet in dreifacher Beziehung einen Wendepunkt: in der Gesehich ie des Volkes, in der Geschichte des Landes und in der Geschichte c! Zionismus. In diesem Jahre hat Palästina bewiesen, daß es imstande ist, Massen aufzunehmen: Zehntausende von Einwanderern strömkn ins Land, wie niemals zuvor. In diesem Jahre ist aber auch die Chalu - Organisation der jüdischen Jugend größer und reifer geworden, s:c wurde zu der Kraft, die die ganze zionistische Bewegung führt und lenkt. NEUE MASSTÄBE DER EINWANDERUNG. Die gegenwärtige Exekutive, die damals an die Spitze der Bewegwv; gestellt wurde, sah in sich den ftvavftragten dieser dreifachen Wendw: und sah ihre Aufgabe darin, im Volke, im Lande und auf politischem Gebiete die Bedingungen für die neuen Maßstäbe d^s zionistische- Werkes zu schaffen. Angesichts der neuen Verhältnisse» unter denen das jüdische Volk in der Diaspora lebt, angesichts der wachsenden Not war die Exekutive darauf bedacht, die Konzeption der Mandats regierung hinsichtlich des Nationalheimes zu erweitern, sie dazu zu bringen, in ihm nicht die Konzentration weniger Auserwählter, sondern eine Zufluchtsstätte für Massen zu sehen, und im Vordergrunde der Anstrengungen der Exekutive stand der Kampf um eine große Einwanderung. In diesen beiden Jahren hat die Einwanderung einen Umfang angenommen, für den es kein Beispiel in unserer Geschichte gibt. Wenn einst aus Aegypten in 40 Jahren 600.000 Menschen ausgewandert sind, sind allein in diesen beiden Jahren 100.000 Menschen nach Palästina eingewandert, mehr als doppelt soviel, als einst aus Babylon zurückkehrten. Auch diese Einwanderung von 100.000 Men- , sehen in den beiden letzten Jahren entspricht jedoch heute nicht nur nicht den Bedürfnissen des Volkes, sondern nicht einmal den Möglichkeiten und Bedürfnissen des Landes. Wir dürfen und wollen das Recht der Regierung auf Genehmigung dieser Einwanderung nicht beeinträchtigen, dürfen jedoch nicht mit Stillschweigen darüber hinweggehen, daß man vor der Not des Volkes und dem Rufe des Landes die Augen verschließt. In diesen beiden Jahren hat die Regierung die Arbeitereinwanderung beeinträchtigt und uns schwere Verluste in der

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