Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 96)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ben-Gurion 93 Beziehungen zur Mandatsregierung sind eine der Voraussetzungen für die Verwirklichung des Zionismus. Jeder leichtfertige Schritt, der geeignet ist, die Zusammenarbeit mit der Mandatsregierung zu untergraben, untergräbt auch das Werk der Erlösung des jüdischen Volkes. j Zusammenarbeit ist jedoch ein doppelseitiger Begriff. Zusammen- \ arbeit bedeutet gegenseitige Hilfe. Die Zusammenarbeit wird inhaltsj los, wenn die zweite Seite ihre Pflicht nicht erfüllt und nicht das \ Ihre leistet. Die Zusammenarbeit mit der Mandatsregierung stützt sich auf die Balfour-Deklaration und das internationale Mandat, aber nicht auf sie allein. Diese von 50 Kulturvölkern betätigten politi- \ sehen Dokumente sind die Grundlage der Zusammenarbeit, es gibt jedoch dynamische Faktoren, die geeignet sind, diese Basis zu stärken oder zu schwächen. Palästina ist ein starker, entscheidender Faktor, nicht nur im Leben des jüdischen Volkes. Die internationale Bedeutung Palästinas nimmt gleichfalls ständig zu. Palästina wird wieder ein bedeutsames Glied im Verkehr der Welt. Unser kolonisatorisches! Werk befähigt das Land, eine zentrale Station in der Gemeinschaft der Länder und Staaten zu sein, die das britische Imperium bilden. I Unser Werk in Palästina ruft auch Gegenkräfte hervor, und von Zeit zu Zeit werden Versuche gemacht, unsere Schritte einzuengen, unserer Ausdehnung und Siedlung Hindernisse in den Weg zu legen.; Wir müssen unserem Partner erklären, daß jeder Versuch, die wach- ] sende Kraft der jüdischen Bevölkerung zu schwächen, jeder Versuch, in Palästina Einrichtungen zu schaffen, die im Widerspruch stehen zu dem politischen Status, den sich das jüdische Volk auf Grund seines historischen Rechtes mit Zustimmung der Kulturvölker der Welt erworben hat, jeder Versuch, uns in die Lage einer Minderheit herabzuj «drücken, jeder Versuch, die gesetzgebende Macht tatsächlich oder . j formal Elementen zu übereignen, die die Mandatsverpflichtungen und; die Ansprüche des jüdischen Volkes auf sein Land nicht anerkennen, \ jeder Versuch, der die Aussichten auf die Herstellung einer starken, zu- \ verlässigen jüdisch-arabischen Verständigung verringert — daß jeder \ solche Versuch auf den entschiedenen, harten Widerstand des jüdischen ] Volkes stoßen wird (Stürmischer, langandauernder Beifall). \ DAS WERK DER STUNDE — VERDOPPELUNG DES JISCHUW. Auf dem Wege zu dem Werke dieser Generation müssen wir mit j dem Werke der Stunde beginnen. Wir brauchen einen Kompaß und ] Wegweiser in die Ferne. Weitgehende Pläne verwandeln sich jedoch in j inhaltslose, leere Phrasen, wenn wir nicht die Kraft finden zu einer ] starken, sofortigen Bewegung, die imstande ist, uns in die ersehnte j Ferne zu führen. Das Werk dieser Stunde, das sofort alle Anstreajgungen der Bewegung und des Volkes erforderlich macht, ist die Verdoppelung der jüdischen Bevölkerung Palästinas in den nächsten Jahren. Wir zählen heute etw-a 350.000 Seelen, die nächste Station muß ihre Verdoppelung sein. Hierdurch werden wir nicht nur die : jüdische Bevölkerungszahl erhöhen, sondern auch die politische Kraft \