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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 91

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 91 (sequence 94)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9135-3485286
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Ben-Gurion 91 der Diaspora und zu den Kulturzentren Europas und Amerikas sein. Wir kehren in den Orient zurück, bringen jedoch nach Palästina das Licht der abendländischen Kultur, und bei allen unseren Bemühungen, uns erneut in unserer orientalischen Heimat festzusetzen und mit unseren orientalischen Nachbarn freundschaftliche Verbindungen anzuknüpfen, werden wir die ständige Berührung mit den Kulturzentren des Westens aufrecht erhalten. Das zweite Mjeer ist das Rott Meer. Die Nord-Südgrenze Palästinas läuft nicht, wie nach der Tradition, „von Dan bis Beerseba". Palästina dehnt sich im Süden Beersebas 250 Kilometer breit aus und reicht bis Elat am Roten Meere. In der Geschichte des jüdischen Volkes spielte das Rote Meer bereits einmal eine bedeutsame Rolle: in den Tagen König Salomos wurde in Elat der erste Versuch unternommen, eine jüdische Flotte zu schaffen. Der Versuch ist nicht geglückt, vielleicht weil man sich bereits damals nichtjüdischer Matrosen bediente. Elat, der äußerste Punkt im Süden des Landes, war auch viele Jahrhunderte nach der Zerstörung des Tempels eine jüdische Stadt. Meute gibt es dort nur Polizeiposten m,iit einem hebräischen Schild, natürlich auch in den beiden anderen offiziellen Sprachen des Nationalheims. Dieses Meer bildet die Pforte zu dem großen „Hinterlande" Palästinas im Orient: Aegypten, Irak, Persien und Indien. Hier ist die Meeresbrücke zu dem großen asiatischen Kontinent. Unsere Festsetzung auf diesen beiden Meeren wird nicht nur eine große wirtschaftliche Bedeutung haben, sondern auch einen bedeutsamen politischen und strategischen Wert. NATIONALES KAPITAL. Diese kolonisatorischen Aufgaben in der Landwirtschaft, Industrie und auf dem Meere, die Vorbereitung und Erlösung des Bodens, die; Vorbereitung der Massen und ihre Festsetzung im Lande erfordern riesenhafte Beträge, aber ohne das nationale Pionierkapital, das das Privatkapital nachzieht und für kommerzielle Investitionen den Weg bahnt, wird diese große Leistung nicht vollbracht werden. Ich möchte kurz definieren, was nationales Kapital ist. Ich unterscheide zwischen nationalem Kapital im engeren Sinne, das heißt Kapital, das vom Volke gesammelt wird, sich im Besitze des Volkes befindet und den nationalen Aufgaben zur Verfügung steht. Es ist jedoch nicht richtig, diesen Begriff einzuengen. In einem weiteren Sinne des Wortes heißt nationales Kapital jedes Kapitals öffentliches oder privates, vorausgesetzt\ daß es jüdische Arbeit beschäftigt und Aufnahmemöglichkeiten für die jüdische Einwanderung schafft. Wir dürfen uns bei nationalem Kapital nicht auf den engen Sinn beschränken. Die Aufgabe dieses Pionierkapitals ist es, Kapitalinvestitionen aller Art anzuziehen, zu ermuntern und vorzubereiten, damit sie den Aufbau des Landes mit jüdischer Arbeit fördern. Das nationale Kapital im engen Sinne, das sich heute in unseren Händen befindet, das Kapital des Keren Kayemeth, des Keren Hajessod, der Bank und anderer nationaler Institutionen, beträgt zur Zeit über acht Millionen Pfund. Dieses

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