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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 88

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 88 (sequence 91)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476292--9132-3485283
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88 2. Kongreß-Sitzung: Referat über Verwirklichung des Zionismus same Definition erhalten. Jeden nicht von Fellachen bearbeiteten und vielleicht teilweise nicht einmal mit primitiven Arbeitsmethoden, unter Vernachlässigung der Wasserverhältnisse und wegen der Sümpfe usw., in Bearbeitung genommenen Boden zählt die Regierung zu den uabebaubaren Böden. Bei einer solchen Definition ergibt sich, daß der Boden von Hule, der vielleicht zu den fruchtbarsten Böden Palästinas gehört, unbebaubar ist, einfach weil die Araber nicht verstehen, Sümpfe trocken zu legen und die Bewässerung zu regulieren. Es ist richtig daß bei den landwirtschaftlichen Methoden der Araber nur ein kleiner Teil des Landes bebaubar und benutzbar ist. ERLÖSUNG DES BODENS. Die große Siedlungsmöglichkeit und -Aufgabe für uns ist die Vorbereitung des Bodens, seine Fruchtbarmachung, die Einführung solcher Arbeitsmethoden, die den „unbebaubaren" Boden in fruchtbaren, bearbeiteten und besiedelten Boden verwandeln. Die Aufgabe, die uns in Palästina auf dem Gebiete der Kolonisation obliegt, ist nicht nur (he Erwerbung von Böden und die Veränderung ihres Besitzers, sonde n die Fruchtbarmachung des Bodens und die Erhöhung seines Ertrage-. Wir kaufen nicht nur Boden, wir schaffen ihn neu. Wir verwandeln Wüste und Oedland in fruchtbare und ertragreiche Böden. Wenn wir von „Erlösung des Bodens" sprechen, haben diese Worte nicht nur einen politisch-rechtlichen Inhalt, sondern einen tiefen menschlich-kulturellen Sinn. Wir erlösen den Boden aus seiner Verlassenheit, a-is seiner Isolation, wir erlösen ihn von seinen Sümpfen', Dünen und Steppen, wir beleben und ameliorieren ihn, damit er eine Quelle de? Heils und Lebens für die Mühe des schöpferischen Menschen wird. Wie bei unserer Tätigkeit in der Vergangenheit ist auch in der Zukunft Erwerb von Böden mit ihrer Fruchtbarmachung verknüpft, und unsere Zukunft in Palästina hängt davon ab, daß wir diesen beiden Zwillingtätigkeiten einen weiten Umfang geben. DIE WASSERFRAGE — EINE SCHICKSALSFRAGE. Die Vorbereitung des Bodens in großem Stile für die Ansiedlung von Massen hängt in erster Reihe von der Ausnützung der Wasserquellen des Landes ab. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, daß die Wasserfrage Palästinas die Schicksalsfrage des jüdischen Volkes ist. Um weite Flächen für eine jüdische Massensiedlung frei zu machen, (müssen wir die Möglichkeit intensiver Bewirtschaftung und dichter Siedlung auf Flächen schaffen, die heute extensiver Bewirtschaftung und dünner Siedlung dienen, müssen wir den Segen des Wassers in weite Bezirke bringen, die heute menschenleer sind. Nur weniger als zehn Prozent des bewässerbaren Bodens Palästinas werden heute für Bewässerung benützt. EBNE NEUE „WISSENSCHAFT DES JUDENTUMS'4. Der Wasserreichtum Palästinas, sein größter natürlicher Segen, das Wasser des Regens, der Quellen und Bäche, die Grundwasser, werden

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