Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 90)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ben-Gurion 87 des Landes (in Transjordanien) rund 40 Millionen Dunam. Ich will mich heute nur mit dem westlichen Teil des Landes befassen, auf den wir unsere Siedlung vorläufig beschränken müssen. Wenn wir das Land in großem Maßstabe vorbereiten, können wir auf diesen Teil des Landes ein Drittel unserer landwirtschaftlichen Siedlung konzentrieren, zirka 100.000 bis 120.000 landwirtschaftliche Familien. Bisher ist im westlichen Teil des Landes nur ein Viertel des Bodens bearbeitet. Vom Standpunkte der Besitzverhältnissekann man den Boden Westpalästinas in drei Kategorien einteilen: 1. Privatböden, 2. Regierungsböden, 3. herrenlose Böden. Ein großer Teil des Südens, der 12 Millionen Dunam umfaßt, gehört zur letztgenannten Kategorie. Die Regierungsböden bilden keinen hohen Prozentsatz des Landes; der größte Teil dieser Böden wurde von der Regierung, im Widerspruch zum Mandat und den wirtschaftlichen Bedürfnissen, an Beduinenstämme und arabische Bauern verteilt, die keinerlei Mangel an Boden litten, und nur ein kleiner Teil, vielleicht der achte Teil des verteilten Bodens wurde an Juden gegeben. Vom Standpunkte der Siedlungsmöglichkeiten sind jedoch nicht die Eigentumsverhältnisse entscheidend, sondern die Arten der Bödsn nach ihrer landwirtschaftlichen Qualität, und von diesem Gesichtspunkte aus kann man den Boden Palästinas wiederum in drei Kategorien einteilen: 1. bearbeiteten Boden, 2. unbearbeiteten, jedoch zur Bearbeitung geeigneten Boden, 3. unbearbeiteten und zur Bearbeitung ungeeigneten Boden. BEBAUBARER E ND UN BEBAUBARER BODEN. Bis heute existiert keine wissenschaftliche Untersuchung über den Lrmfang der Flächen dieser drei Kategorien. Nach den offiziellen Berichten der Regierung gibt es, abgesehen von dem Distrikt Bersetau (dem Negew) 13,641.000 Dunam. Hiervon sind 235.000 Dunam mit Zitruspflanzen bepflanzt, 698.000 Dunam mit Wald, 6,851.000 Dunam (neben dem mit Zitruspflanzen bepflanzten Boden) sind bebaubar, 5,875.000 Dunam sind unbebaubar. Im Distrikt von Berseba sind 11,872.000 Dunam vorhanden. Hiervon sind 1,650.000 Dunam bebaubar, 10,230.000 unbebaubar (daneben umfassen die Seen — das Tote Meer, der Tiberiassee und der Meromsee — eine Fläche von 704.000 Dunam). Hieraus ergibt sich, daß der ujnbebaubare Boden eine Fläche von 16,087.000 Dunam umfaßt. Diese offizielle Definition der Regierung über den unbebaubaren Boden erinnert jedoch an die Regierungsformel für die Arbeitslosigkeit. Während in Palästina ein4 empfindlicher Mangel an Arbeitskräften vorhanden war und es schwer fiel, einen unbeschäftigten jüdischen oder arabischen Arbeiter zu finden, teilte die Regierung in ihrem offiziellen Bericht mit, daß es 40.000 arbeitslose Araber gebe. Sie brachte einfach alle Fellachen in Ansatz, die ihre Arbeit in ihrer Wirtschaft beendet hatten und in der toten Saison beschäftigungslos zu Hause saßen. Auch der bebaubare und nicht bebaubare Boden hat von selten der Regierung diese seit-