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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 86

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 86 (sequence 89)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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86 ,\ Kongreß-Sitzung: Referat über Verwirklichung des Zionismus j liehe Aendcrung in dem Aufbau ihres Wirtschaftslebens erfolgt. Wir i wollen in Palästina kein neues Ghetto schaffen, und wir haben vom \ Gesichtspunkte der Verhältnisse des Landes aus hierzu auch keine! Möglichkeit. Damit eine Million jüdische Familien sich in Palästina an- 5 siedeln können, ist es unerläßlich, daß die überwiegende Mehrzahl von ihnen Bauern, Arbeiter und Handwerker werden. Nur wenn sich die Einwandernden in ihrer Mehrzahl der Arbeit in Stadt und Land und zur See zuwenden, wird Palästina eine große jüdische Siedlung werden (Stürmischer Beijail). Der Uebergang jüdischer Massen nach Palä [ stina ist nicht nur ein geographischer, sondern ein wirtschaftlicher und sozialer Prozeß, ein Uebergang zu einem Leben der Arbeit. Dieser ■ Uebergang ist nicht leicht; die Verwirklichung dieses Prozesses er " fordert die Vorbereitung zahlreicher Pioniere, eine Vorbereitung zu kör perlichcr, landwirtschaftlicher, zur Handarbeit, die Massen umfaßt, sie verlangt die Vorbereitung des Volkes im Pioniergeiste für die große Aufgabe, die unser in Palästina harrt, die Aufgabe des Aufbaues de*- l Landes und des Volkes durch Selbstarbeit. ] Die dritte Voraussetzung ist Boden. Wir werden kein gesundes Volk i werden, wir werden uns in der alten Heimat nicht festsetzen, wenn ein großer Teil unserer Bevölkerung nicht auf dem Boden bleibt. Dei Uebergang von Massen zu einem Leben der Arbeit bedeutet in erster i Reihe den Uebergang zur Bearbeitung des Bodens. Der Aufbau des Landes beginnt mit dem Boden, und unsere Siedlung muß in erster Linie auf der Landwirtschaft beruhen. Um wieder ein Volk zu werden das in seinem Lande verwurzelt ist, müssen wir für unsere Bevö! kerung einen Wirtschaftsaufbau suchen, bei dem mindestens ein Dritte- ] zur Landwirtschaft gehört. Landwirtschaft aber bedeutet nicht Handel \ mit Boden oder mit Orangen, sondern Bearbeitung des Bodens: pflüger.. ] säen, pflanzen, Gemüse bauen und melken, bedeutet Arbeit der Hände im Schweisse des Angesichtes, Erzeugung landwirtschaftlicher Pro | dukte aller Art, Verknüpfung mit dem Boden durch Selbstarbeit. | Um eine Million Familien im Lande anzusiedeln, müssen wir ein; Drittel von ihnen auf den Boden bringen. Die Verwirklichung des Zionismus hängt vom Boden ab. Auf ihm werden wir Bestand haben,! ohne ihn scheitern. Die Ansiedlung einer Million Familien bedeutet die I landwirtschaftliche Ansiedlung von 300.000 bis 350.000 Familien auf 1 dem Boden. Die Schicksalsfrage ist daher: ist dies in Palästina möglich j oder nicht? Die Antwort auf diese Frage ist nicht einfach und leicht, j Wenn wir Palästina so nehmen, wie es heute ist, lautet die Antwort I negativ. Um zu einer positiven Antwort zu gelangen, müssen wir das Land verändern, es fruchtbar machen, ameliorieren, es erneut vorbereiten, unbesiedelte und unbebaute Flächen für die Besiedlung vorbereiten mit Hilfe der Technik und vervollkommneter Arbeitsmethoden, müssen wir die Fruchtbarkeit der heute primitiv und extensiv bearbeiteten Flächen erhöhen. DIE BODENFLÄCHE PALÄSTINAS. In Westpalästina gibt es heute rund 26 Millionen Dunam, im Osten

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