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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 46

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 46 (sequence 49)
Language
German, English, Hebrew
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…/3476254-3476292--9090-3485241
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46 /. Kongreß-Sitzung: Begrüßungen In dieser Zeit, wo sich die Tore fas aller Länder, der größten wie der kleinsten, gegen jede Einwandeiung nahezu vollkommen verschließen, ist es eine ungeheure Sache, daß Palästina imstande war, einigen dreißigtausend Juden aus Deutschland eine Heimat zu geben. Und nach meiner Meinung ist es eine noch größere Sache, daß Palästina heute eine Hoffnung darstellt für Zehntausende, ja für Hunderttausende von Juden in Deutschland, Polen und anderwärts. Nur diese Hoffnung ist es nach meinem festen Gefühl, die dem jüdischen Volke heute seine Entschlußkraft gibt und ihm die Stärke verleiht, die in der Solidarität liegt. Mehr und mehr ist mir während der letzten Jahre die ungeheure Bedeutung der Arbeit klar geworden, die von den jüdischen Körperschaften in Palästina geleistet worden ist. Von ihnen sind die Grundlagen für die heutige ungewöhnliche Aufnahmefähigkeit Palästinas geschaffen worden. Jetzt wird diese Aufnahmefähigkeit noch ständig erweitert durch den Enthusiasmus und das geistige und moralische Kapital, das die junge jüdische Generation mitbringt. In der ganzen Arbeit für die deutschen Flüchtlinge war es eine meiner erfreulichsten Erfahrungen, zu sehen, wie junge Männer und Frauen, die in Deutschland in den freien Berufen oder im 1 Pandel oder in Bureaus gearbeitet haben, jetzt in der jüdischen Heimat die einfachste Arbeit mit ihren eigenen Händen tun. Mein Leben lang habe ich gehofft, Palästina einmal zu besuchen, und manche von Ihnen mögen es seltsam finden, daß ich in den zwei Jahren meiner Tätigkeit als High Commissioner noch nicht einmal dort gewesen bin. Der Grund dafür ist aber sehr einfach. Wir sind uns alle darüber klar, daß Palästina allein das Problem der deutschen Juden, die Deutschland verlassen müssen, nicht lösen kann. Da war es nun gerade mein Amt, in den überseeischen Ländern andere Siedlungsländer oder Arbeitsmöglichkeiten zu entdecken. In dieser Absicht habe ich fast alle Länder Europas besucht und bin auch in Nord- und Südamerika gewesen. Dabei war ich mir durchaus darüber klar, daß die Siedlung in Palästina stetige Fortschritte macht dank der Zionistischen Organisation und dank dem Amt für die Ansiedlung der deutschen Juden, das von unserm großen Führer geleitet wird, den ich meinen Freund nennen zu dürfen hoffe, von Dr. Chaim Weizmann (Lebhafter Beifall). Ich fühlte auch, daß ich in Palästina nicht viel tun könnte, daß meine Bemühungen vielmehr darauf gerichtet sein müßten, die jüdischen und, was noch schwieriger ist, die nichtjüdischen Organisationen in Europa und Amerika dazu zu bringen, daß sie ihr Teil tun und daß sie uns auch helfen, eine Lösung in andern Ländern zu finden. Ich möchte hoffen, daß ich auch zu Ihrer großartigen Arbeit einen Weinen Beitrag leisten durfte durch den gemeinsamen Aufruf für Palästina und zur Hilfeleistung für die Juden Europas, der in Amerika erlassen wurde. Ich hatte auch den Vorzug, eine Reihe von Unterredungen mit dem englischen Kolonialstaatssekretär und dem High Commissioner für Palästina über den Stand der Dinge in diesem

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