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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 47

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 47 (sequence 50)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9091-3485242
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MacDonaldy Erlanger 47 Lande zu haben, und ich hoffe, daß diese Unterredungen ihre Früchte getragen haben. Ich möchte noch hinzufügen, einen wie tiefen Eindruck mir die Sympathien gemacht haben, mit denen die führenden Männer der Britischen Regierung in London und in Jerusalem unserm Problem begegnet sind. Ich hoffe noch immer, daß ich vor meiner Amtsniederlegung Gelegenheit haben werde, nach Palästina zu gehen und mit meinen eigenen Augen zu schauen, was so lebendig in meinem Geiste vor mir steht, jenes wunderbare Werk des Aufbaues des Landes und des Neuaufbaues des jüdischen Volkes. Von ganzem Herzen wünsche ich Gottes Segen herab auf diesen Kongreß und auf alle Ihre Arbeiten {Langanhaltender Betfall). STADTRAT ERLANGER. (Vertreter des Schweizerischen Israelitischen Gemeindelmndes und der Israelitischen Kultusgemeinde Luxem — spricht deutsch): Ich habe die Ehre, Sie im Namen des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes in unserem schönen Luzern herzlich willkommen zu heißen. Auch im Namen der jüdischen Gemeinde Luzern übermittle ich Gruß und tiefgefühlten Glückwunsch Ihrem heutigen Kongreß. Es erfüllt uns mit großer Freude, daß Sie sich entschlossen haben, den XIX. Zionistenkongrcß in unserem Luzern abzuhalten, das sich immer bemüht hat, uns Juden als gleichberechtigte Bürger anzuerkennen. Ich benütze mit Freuden die Gelegenheit, der hohen Regierung des Kantons Luzern sowie auch dem Stadtrat und den städtischen Behörden von Luzern aufrichtig zu danken für das große Entgegenkommen, das sie uns je und je für jüdische Belange gezeigt haben. Luzern, die Leuchtenstadt genannt, entbietet uns Juden den Gruß des Lichtes, der von der hohen Bundesregierung unantastbarer Menschenachtung — die nicht nur karge Duldsamkeit ist — ausstrahlt, jede Zone auf der Erde hat ihren starken Naturcharakter. Die Grenzen aller Zonen sind natürlich und friedlich entstanden. Doch jede friedliche Zone wird zur feindlichen — wenn sie angetastet wird; Der große jüdische Denker Franz Rosenzweig nennt uns Juden ein metaphysisches Volk. Da die Grenzen unserer Gemeinschaft angetastet wurden, entstand die Sehnsucht, unsere Zone zu verteidigen. Es entstand der Zionismus. Wer dürfte diesem starken jüdischen Verteidigungswillen entgegenstehen? Wir Schweizer Juden — Gott sei Dank! — wohnen friedlich als Schweizer und Juden im Schweizerlande. Wir müssen aber den psychologischen und physiologischen Gründen des Zionismus ein geöffnetes Gemüt und Bereitwilligkeit zur Mithilfe entgegenbringen. Möchten doch alle denkenden Menschen im Schweizerland und in der ganzen Welt mit Ernst und Geneigtheit an den jüdischen Problemen teilnehmen, damit aus der echten Anteilnahme am Kongreß dem Kongreß ein echter Erfolg beschieden sei (Lebhafter Beifall). DR. MARCUS COHN (Präsident des Schweizerischen ZionistenVerbandes — spricht hebräisch): Mit ist die ehrenvolle Aufgabe zuteil geworden, den XIX. Zionistenkongreß und alle Gesinnungsgenossen, die

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