Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 42)
- Language
- German, English, Hebrew
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Sokolow 39 biet für jüdische Pionierarbeit am Meromsee erschlossen. (Lebhafter Beifall). Es gilt, wacker einzugreifen, Sümpfe trocken zu legen, ein großes Stück Erez Israel zu sanieren, ein neues Gebiet urbar zu machen, dürren Boden zu bewässern. Mit Bewunderung beobachtet die Außenwelt den raschen Aufschwung Erez Israels in materieller und geistiger Entwicklung. Unsere Pioniere sind in den Emek vorgedrungen, der noch im Jahre 1920 eine öde, pfadlose Wüste war. Während der letzten zwei Jahre haben sie den alten Scharon mit blühenden Gärten bedeckt. Die großen, bahnbrechenden Unternehmungen der Elektrizität und des Toten Meeres stellen dem Lande ihre Arbeitskraft, ihre Intelligenz und ihr Kapital zur Verfügung und tragen dazu bei, die natürlichen Reichtümer des Landes zu erschließen, die Bodenschätze zu heben und zu mehren, neue Industrien zu fördern. Im Laufe der letzten zwei Jahre haben sie ihr Arbeitsgebiet ausgedehnt. Die Einwanderung jüdischer Arbeit und jüdischen Kapitals hat ungeheure Fortschritte gemacht. Gegen 100.000 Juden haben wir ins Land gebracht. Tel-Aviv ist eine Großstadt geworden. Die Herzen schlugen hoch, als auf dem Platze, wo sich noch vor 26 Jahren eine wüste Sandbank hinzog und wo jetzt die erste moderne, reirf-jüdische Stadt in ihrem Glänze prangt, 30 Nationen zum zweiten Male sich ein Stelldichein gaben für einen friedlichen Wettbewerb der Industrien. Jm Mittelpunkte dieses Wettbewerbes glänzten die überraschenden Leistungen jüdischer Arbeit. Gekrönt wurde diese Ausstellung durch das zur Tradition gewordene sportliche Friedensfest unseres wackeren Makkabi. Je mehr Licht, Ordnung und Wohlstand sich in dieser Weise entwickelt, desto selbständiger und freier wird die nationale Heimstätte sein. Ohne zielbewußte Kleinarbeit auf allen Gebieten können auch die letzten Ideale nicht zum Siege geführt werden. DIE KULTURELLEN LEISTUNGEN DES ZIONISMUS. Die Kultur auf gaben des Zionismus sind noch wichtiger als der materielle Fortschritt (Lebhafter Beifall). Andere Einkünfte als ökonomische müssen in Betracht gezogen werden. Die sittlichen und geistigen Güter müssen in erster Reihe betrachtet werden. Die kulturellen Werte des Zionismus haben auf das geistige und intellektuelle Leben unseres Volkes einen heilbringenden Einfluß ausgeübt. Sie haben die Niedergeschlagenen aufgerichtet, die Gedemütigten ermutigt,, sie flößten ihnen Selbstachtung ein, sie machten sie stolz auf ihre Vergangenheit und furchtlos gegen ihr Schicksal. Sie retteten das Judentum. Die größte Errungenschaft ist die Wiederbelebung der Sprache der Bibel in Erez Israel. Das ist das größte Wunder der jüdischen Geschichte in unserem Zeitalter. Dieses Werk muß entwickelt und vertieft werden. Wir müssen das hebräische Wort noöh mehr verbreiten (Stürmischer Beifall), als es bis jetzt der Fall war. Denn Wort ist- Kraft —