Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 41)
- Language
- German, English, Hebrew
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38 /. Kongreß-Sitzung: Eröffnung träge für unsere Fonds fernerhin in freigebiger Weise zu entrichten. Besonders entwickelte sich diese Sch warzseherei in bezug auf unsere Brüder in den entfernten Weltgegen ien, von denen man annahm, sie würden es sich in dieser Zeit der 3 iedrängnis versagen, am Wieder aufbau Erez Israels wacker mitzuarbeiten. Das Aufbauschen vorübergehender Irrungen und Wirrungen, Verstimmungen und Mißverstand nisse zu Erschütterungen und Konflikten mochte den Gedanken nahelegen, ein großer Zionistenkongreß sei überhaupt eine überwundene Illusion. DER SIEG ÜBER DEN ZWEIFEL. Unsere Zweifelsüchtigen haben einen großen Mangel an Einbildungskraft an den Tag gelegt. Die Schmähung, die sie unwissentlich gegen unsere Brüder verbreiten, ist durch das Ergebnis der Einnahmen unserer beiden Fonds für die letzten zwei Jahre zum Stillschweigen gebracht worden. Die Million Schekalim und der gegenwärtige grandiose Kongreß sind ein Dolchstoß gegen die Zweifelsucht an der eigenen Kraft. Taten reden lauter als Worte. Auch außerhalb unserer ürga nisation sind die Beziehungen anderer jüdischer Volkskreise ganz an ders geworden, als sie während der ersten Kongresse gewesen sind. Kein Jude denkt fetzt daran, Erez Israel preiszugeben und so den Faden durchzuschneiden, welcher das jüdische Volk mit seiner 4000jährigen Vergangenheit verknüpft. Seit unsere Formel Wirklichkeit ward, sind die Wirklichkeitsmenschen uns, den Dichtern und Trau mern von gestern, näher gerückt. Wir empfangen sie brüderlich, mit offenen Armen, wir wollen zusammen schaffen und bauen, indem wir tinsern Kernpunkt, das Icjeal unserer Wiedergeburt um so geflissentlicher einer Verwirklichung näherbringen. VORMARSCH AUF DER GANZEN LINIE. Eine Wechsel volle und ereignisreiche Zeit ist es, die heute an unserer Erinnerung vorbeizieht. Wohl hat jedes Werden, auch das eine^ Volkes, Momente, in denen es für die meisten gar nicht wahrnehmbar ist — von der letzten Kongreßperiode wird dies niemand behaupten können. Während dieser Periode gab es Vormarsch auf der ganzen Linie (Stürmischer, langanhaltender Beifall) — nicht ostentativ, re klamehaft, mit hochtrabenden Phrasen, die zu nichts verpflichten, oder mit Versprechungen ohne Substanz und Bürgschaft, sondern durch wesentliche Leistungen überaus merklich und kontrollierbar. Neues Leben zeigte sich überall. Die Konsolidierung unserer Ackerbausiedlung auf dem Boden des jüdischen Nationalfonds schritt geradezu drängend vorwärts. Neue Anlagen, Gärten und Feldwirtschaften mit Vieh- und Geflügelzucht reihen sich, in intensivem Aufschwung begriffen, an die alten, an deren Entwicklung und Leistungsfähigkeit der Keren Hajessod unablässig und opferfreudig arbeitete. Ueberdies sind wir durch die Erwerbung der Hule-Konzession an ein großes, zivilisatorisches Unternehmen herangetreten und haben ein neues Ge-