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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 37

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 37 (sequence 40)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9081-3485232
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37 B. Die Verhandlungen des Kongresses. Erste Kongreß-Sitzung. Dienstag, 20. August 1935, abends. Beginn der Sitzung: 20 Uhr 50 Min. Vorsitz: Präs. d. Zion. Organ. Dr. Nahum Sokolow. DR. NAHUM SOKOLOW (Präs. d. Zion. Organ.- spricht hebräisch): Ich heiße die Versammlung willkommen und habe die Ehre, Ihnen einen begeisterten Schalom-GruÜ zu entbieten. DIE BEDEUTUNG DES KONGRESSES. Die einleitenden Worte, die mir zu sprechen obliegen - ich kann sie selbst nicht besser einleiten, als indem ich meiner Freude über einen so großen Kongreß Ausdruck gebe (Stürmischer Beifall). Dies ist für unsere Organisation und für unser Volk ein großer Tag. Die Blicke alier Juden der Welt sind heute hierher gerichtet, wo die Delegierten einer Million jüdischer Wähler versammelt sind, um Rat zu halten, was zu tun ist in diesen schweren Tagen der Leiden. Noch nie hat eine so zahlreich beschickte jüdische Tagung stattgefunden. Bedeutungsvoller, schiverwiegender war selten ein Zionistenkongreß als der gegenwärtige. Obwohl der XIX. Kongreß als bloße Fortsetzung der in diesem gesegneten Lande, in der Schweiz, begonnenen Zionistenkongresse seine ausreichende Berechtigung hat, ist es dennoch geraten, heute seinen Zweck noch einmal zu beleuchten, zur Klärung für uns selbst und für andere. GEGEN DEN PESSIMISMUS. Die ersten Kongresse vor nahezu 40 Jahren hatten etwas vor dem jetzigen voraus, was das Interesse sicherte — die Liebe und den Haß. Man begeisterte sich für eine schattenhafte Idee, eine Heimstätte „anzustreben", und man besang — in einer geographischen „licentia poetica" — die Zeder, die „schlank die Wolke küßt". Von anderer Seite sah man in uns Zionisten — Abtrünnige, Zerstörer. All das ist jetzt in ruhigeres Fahrwasser gekommen. Auf beiden Seiten ist eine Ernüchterung eingetreten. Im Laufe der letzten zwei Jahre fehlte es nicht in unseren eigenen Reihen an Zweifelsüchtigen. Diese Neunmalweisen haben den Glauben an die Dauerhaftigkeit dessen, was sie als pure Empfindelei bezeichneten, aufgegeben. In ihrer Skepsis vermuteten sie, daß die Kette des nationalen Idealismus, die uns Zionisten zusammenhält, zerbrechlich sei, sie glaubten, diese Kette könne nicht einmal einer leichten Anstrengung standhalten. Manche Pessimisten äußerten ihre Bedenken auch in der Oeffentlichkeit; zum Beispiel, es sei widersinnig, zu erwarten, daß irgendeine Judenschaft bereit sei, ihre Bei-

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