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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 623

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 623 (sequence 625)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--9032-3485182
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Rothenberg, Senator 623 runden habe. Wenn wir suchen, werden wir weite Kreise finden, für die Palästina heute außerordentlich viel bedeutet. Im Jahre 1929, als wir die große festliche Versammlung hatten, war die Lage im jüdischen Volke normal. Heute, nach den tragischen Ereignissen, die die Judenheit durchgemacht hat, nach dem Zusammenbruch der deutschen Judenheit, ist das Feld für die Jewish Agency, für eine gemeinsame Anstrengung in Palästina besser vorbereitet als vor vier Jahren. Es sind heute nur wenige Herren gekommen, ich glaube 23. Drei große Länder sind nicht vertreten und aus verschiedenen anderen Ländern sind keine oder nur einzelne Vertreter gekommen. Aber allen, die hier sind, geht die Sache sehr zu Herzen, bei allen ist der warme Wunsch vorhanden, etwas für Palästina, für das jüdische Volk, für sich selbst zu tun. Und alle fragen sich, wie man das durchführen kann. Was nun meine zionistischen Freunde angeht, so erinnere ich daran, daß vor Vier Jahren in der Organisation ein großer Enthusiasmus über die Jewish Agency bestanden hat. Dieser Enthusiasmus ist heute nicht vorhanden. Alle die Anträge wegen der Aenderung des Fifty-fifty- Prinzips wären nicht gekommen, wenn der Enthusiasmus noch existierte. Wenn meine zionistischen Freunde auf dem Standpunkt stehen, daß der Aufbau Palästinas und die Rettung der Judenheit nur durch eine geeinte Aktion der Gesamtjudenheit, durch eine einzige gemeinsame Körperschaft bewerkstelligt werden kann, dann mögen sie der Institution der Jewish Agency mehr Respekt bezeugen. Es ist das schwer, nach den Enttäuschungen der letzten vier Jahre. Aber man muß von den Zionisten verlangen, daß sie der Lage des jüdischen Volkes gerecht werden. 550.000 Wähler sind eine große Zahl und die Zionisten können sehr stolz sein, aber die Schekelzahler sind sehr ungleichmäßig in der Welt verteilt und auch die Zionisten haben mit Schwierigkeiten der Organisation zu kämpfen. In dieser entscheidenden Frage der Heranziehung des ganzen Volkes, der großen Massen von Arbeitern, der Mittelständler und der Kapitalisten werden wir nur weiterkommen, wenn wir angesichts der schweren Situation des jüdischen Volkes Respekt haben vor der Jewish Agency und zu einander in einer Beziehung der gegenseitigen Achtung und des gegenseitigen Verständnisses stehen. Dieser Council soll der neuen Exekutive ganz bestimmte Aufträge geben. Die Exekutive soll alle notwendigen Maßnahmen treffen, um die nichtzionistische Sektion der Jewish Agency neu zu beleben und die Organisierung des nichtzionistischen Judentums durchzuführen. Wenn die Lage so bleibt, wie sie jetzt ist, dann kann eine neue Tagung des Council nicht stattfinden. Die Agency ist aber notwendig und die Möglichkeiten sind heute größer denn je. ABRAHAM HARZFELD (Zionist, Erez Israel — spricht jüdisch): Es tut uns sehr leid, daß wir nicht mit Ihnen beisammen sein konnten, da wir durch die Arbeiten des Kongresses in Anspruch genommen waren, und wrir fühlen unsere große Verantwortlichkeit Ihnen und der gemeinsamen Sache gegenüber. Während der letzten Monate bin ich

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