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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 608

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 608 (sequence 610)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--9017-3485167
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608 J. Councilsitzung: Generaldebatte Agency ist jene Organisation von internationaler Bedeutung, von der Sokolow gesprochen hat. Es macht einen sehr schlechten Eindruck in der Welt, wenn eine solche Versammlung derart aussieht. Die Jewish Agency hat dieses Aussehen deshalb, weil die Zionistische Organisation auch nicht so aussieht, wie sie aussehen sollte. Wir, die wir im Schatten des Kongresses tagen, schauen ungefähr so aus wie der Kongreß. Wir sind nicht geeinigt, sind zerschlagen, Orthodoxien werden gepredigt, jeder für sich hat die alleinseligmachende Parteianschauung, und man vergißt das große Werk, welches nicht die Zionisten und nicht die Nichtzionisten, sondern alle Juden gemeinsam zu errichten haben. Uns aus Polen wird der Vorwurf gemacht, daß wir geringes Interesse für den Keren Hajessod an den Tag gelegt haben. Die Dinge, die wir hier in Prag erleben, sind die Erklärung für die geringe Beteiligung. Mich erfaßt Schmerz und ein noch tieferes Gefühl, dem ich hier nicht Ausdruck verleihen will, darüber, daß man die Jewish Agency nicht als das Forum behandelt, als das sie behandelt werden sollte. Wir wußten, daß wir hierherkommen vor ein Parkett von leeren Sesseln. Weil wir das gewußt haben, haben sich jene Männer gesagt: Dazu sind wir uns zu gut; und ich muß ihnen recht geben. Statt sich um das zu kümmern, was in Palästina geschieht, ist das ganze Interesse darauf konzentriert, nach welchem Prinzip die Agency zusammengesetzt sein soll, ob im Verhältnis 50 zu 50 oder nicht, als ob es nicht gleichgültig wäre, ob dieser oder jener Vertreter oder Vertrauensmann in der Exekutive sitzt. Es ist ein großer Fehler, wenn gewisse Organisationsfragen in der Weise vorbereitet oder unvorbereitet vor den Rat kommen. Das ist eine Mißachtung, die der ganzen Sache sehr schlechte Dienste erweist. Wir haben diesbezüglich sowohl den Zionisten als auch den Nichtzionisten Vorwürfe zu machen, in erster Linie aber den Zionisten, Sie geben sich keine Rechenschaft darüber, glauben, daß der Kongreß das ausschlaggebende Forum ist, und vergessen, daß die ganze Judenschaft die Verantwortung dafür hat, was auf diesem Council geschieht. Um solche Fehler zu vermeiden und die Sache auf den rechten Weg zu bringen, vergessen wir, was uns trennt, und denken wir an das, was uns einigt, im Interesse Palästinas! MAX RITTER VON ANHAUCH (Rumänien — spricht deutsch): Wir haben hier die Referate der Herreh Dr. Berkson und Dr. Senator und des Generalsekretärs des Keren Hajessod, Leo Herrmann, gehört. Ich will mich speziell mit dem Referat des Herrn Herrmann befassen, das als Zusatz zu dem vorgelegten Bericht des Keren Hajessod galt. Aus diesem Bericht ist zu ersehen, daß der Keren Hajessod im Laufe von zwölf Jahren seiner Tätigkeit 4,800.000 Pfund aufgebracht hat. Herr Herrmann hat uns gesagt, daß das Budget für 1933/34 200.000 Pfund, resp. 220.000 Pfund betragen wird. Eingänge werden in diesem Jahre in Höhe von 180.000 Pfund erwartet. Der Keren Hajessod ist das Finanzinstrument der Jewish Agency, d. h. des Weltjudentums, Wenn Sie nun 15 Millionen resp. 16 Millionen Juden ins Verhältnis zu diesen 180.000 Pfund bringen, so muß man sagen, daß die Juden

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