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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 607

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 607 (sequence 609)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Friedmann, Grabscheid 607 Was das ökonomische Referat anlangt, so stimme ich vollkommen der Ansicht Professor Speyers zu, daß in erster Linie die Landwirtschaft berücksichtigt werden muß. Wissenschaft ist etwas Erhabenes; vor allem muß den Notleidenden geholfen werden und dies ermöglicht uns die Landwirtschaft. Wer"den Boden hat, der hat das Land! Die Lage des Keren Hajessod, der eine Institution der Agency ist, ist ebenfalls sehr traurig, aber wer ist schuld, daß die Hand des einzelnen nicht weit reichte? Isch kematnath jado, sagt unsere heilige Schrift. Es ist schwer, für den Keren Hajessod zu sammeln, dem kleine Gaben nicht willkommen sind, sondern der eine Art Selbstbesteuerung fordert. Eine solche wäre nur erfolgreich, wenn wir nicht allzu hohe Ansprüche stellten. Ich möchte hier eine Anregung geben: Es sind viele Vorsteher von Kultusgemeinden hier und es ließe sich wohl durchführen, daß die Kultusgemeinden ihren größeren Steuerträgern Zuschläge für den Keren Hajessod auferlegten. Es würden etwa ein bis zwei Pfund pro Jahr genügen. So würde der Keren Hajessod doch zu jenen Beträgen kommen, deren Aufbringung er sich zum Ziele gesetzt hat und die er benötigt. Was die Devisenschwierigkeit betrifft, so müßte sie auf dem Wege der Warenausfuhr überwunden werden. Wenn wir all das machen, dann haben wir die Schwierigkeiten wenigstens teilweise gelöst. Auch scheinen mir die Spesen des Keren Hajessod falsch berechnet zu sein. Der angegebene Satz von 5.6 Prozent bezieht sich auf die ganze Periode von 1921 bis 1933. Die Zeit 1931 bis 1933 zeigt einen Spesensatz von ungefähr 10 Prozent, und das ist überaus viel. Ich bitte Sie, den Sparantrag von Professor Speyer anzunehmen, den ich wärmstens unterstütze und von dem ich mir ein besseres Resultat erhoffe. Trachten wir all diese Fragen im Wege der Eintracht zu lösen und seien wir eingedenk der Worte Gottes an unseren Erzvater Abraham; wir werden wohl wandern und werden doch zum großen Volke, und die uns segnen, werden durch Gott gesegnet. EMIL GRABSCHEID (Polen — spricht deutsch): Meine Anwesenheit bei der gegenwärtigen Tagung verdanke ich einer speziellen Einladung der Exekutive der Zionistischen Organisation in Lemberg. Diese Einladung beweist mir, daß das Verhältnis zwischen Zionisten und Nichtzionisten nicht gerade so sein muß, wie es hier leider in diesem Saale in Erscheinung tritt. Wir tagen hier bei einer relativ geringen Anzahl von Nichtzionisten und einer relativ sehr großen Zahl von Zionisten, die aber nicht im gleichen Saale sind. Das ist mir ganz erklärlich. Die Zionisten sind seit zwei Wochen mit allen Fragen intensiv beschäftigt und haben nicht das Bedürfnis und nicht die Möglichkeit, hier zu erscheinen und das, was wir hier zu hören bekommen, noch einmal in extenso zu hören. In den kurzen Berichten kommt zum Ausdruck, welche geringe Bedeutung man der Tagung der Jewish Agency beimißt. Wir haben ein Bild der jüdischen Welt zu geben und sind nicht hierhergekommen, um ideine Differenzen in Weltanschauungen zu bereinigen. Die Jewish

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