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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 602

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 602 (sequence 604)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--9011-3485161
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602 j. Councilsitzung: Keren Hajessod-Referat dung in folgendem Satz zusammengefaßt werden kann: Die Leistung, die der Jude für Palästina auf sich nimmt, verschafft ihm das Recht der Mitwirkung an der Leitung und Verantwortung. Recht und Verantwortung fließen aus der Leistung. Dieses Prinzip sollte durchgeführt werden ohne Rücksicht darauf, ob der Keren Hajessod-Zahler Zionist oder Nichtzionist ist. Vor dem Keren Hajessod sind alle gleich. Er kennt nur zwei Gruppen: Zahler und Nichtzahler. Und die Nichtzahler sind keine ein für allemal fest gegebene Größe, sondern auch sie sollen noch alle Zahler werden. Als die Jewish Agency geschaffen wurde, wurde dieses Prinzip geändert. Als Voraussetzung für die Beteiligung an unserer Arbeit verlangte man nicht die erfolgte Leistung, sondern zunächst die gesinnungsmäßige Einstellung zu unserem Werke. Wer bereit ist, für Palästina etwas zu leisten, der gehört in die Jewish Agency. Es" wurde das Prinzip verkündet, Verantwortung zu verleihen in der Hoffnung, daß aus dieser Verantwortung die Leistung fließen würde. Wäre dem so geworden, wäre die Jewish Agency, der Keren Hajessod und unser Werk in Palästina viel stärker. Wir vom Keren Hajessod haben den Mut, zu sagen, daß wir auf beiden Seiten, auf der zionistischen sowohl wie auf der nichtzionistischen, eine gewisse Enttäuschung erfahren haben. Soweit es sich um Zionisten handelt, können wir vom Kongreß verlangen, daß er auf sie einwirkt, daß sie ihre Pflichten ernst nehmen; es darf keinen Zionisten geben, der nicht seinen Beitrag für den Keren Hajessod leistet. Gegenüber dem Nichtzionisten muß die Jewish Agency dieselbe Verantwortung auf sich nehmen. Die Nichtzionisten haben nur ein Recht: das Recht, nicht Schekel zu zahlen. Die Pflicht, Keren Hajessod zu zahlen, gilt auch für die Nichtzionisten. Es ist vielleicht verwunderlich, daß ich das hier sage. Gerade hier in dieser Sitzung der Agency sind Vertreter gewisser Gruppen, die schon vor Schaffung der Agency am Keren Hajessod mitgearbeitet haben. Es muß unsere Aufgabe sein, mit Hilfe dieser Elemente die Idee des Keren Hajessod weiter hinauszutragen. Wenn eine organische Reform der Jewish Agency durchgeführt werden kann, so wird eine sehr starke Gesundung dadurch erzielt werden, wenn in allen Ländern die Körperschaft der Keren Hajessod-Zahler als solche sich in der Leitung vertreten fühlt. Nicht alle diese Länder und Persönlichkeiten sind hier vertreten. Aus Amerika fehlt Felix Warburg, einer der treuesten Mitarbeiter des Keren Hajessod. Ich halte es für meine Pflicht, hier eines zweiten, leider Abwesenden zu gedenken, der von Anfang an mit unserem Werk verbunden ist, des Vorsitzenden des Direktoriums des Keren Hajessod. Sie wissen, was sein Name für den Keren Hajessod bedeutet (Beifall). Nun noch einige Worte über die Aussichten des Keren Hajessod. Wenn es gelingen wird, den Keren Hajessod richtig einzubauen in die Zionistische Organisation einerseits und in die Jewish Agency andererseits, dann wird der Oeffentlichkeit wieder klar werden, was Keren Hajessod bedeutet. Die jüdische Oeffentlichkeit muß sich im Klaren

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