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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 603

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 603 (sequence 605)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--9012-3485162
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Herrmann, Speyer 603 darüber sein, daß die Zukunft Palästinas mit dem nationalen Kapital verbunden ist. Nationales Kapital in größerem Umfang nach Palästina zu bringen, ist bisher kaum anders möglich als durch die Methode des Keren Hajessod. Wer andere Möglichkeiten prüft, der weiß, wie schwer sie zu finden sind. Wir müssen die Ueberzeugung verbreiten, daß durch Leistung für Keren Hajessod der Jude, der nicht in Palästina lebt, dem Aufbau des Landes am besten dient. Das landwirtschaftliche Werk in Palästina tritt in eine neue Periode ein. Die Konsolidierung der Kolonien ist sehr weit vorgeschritten. Wenn wir in Bälde die Möglichkeit haben werden, einer neuen landwirtschaftlichen ZläUgkeit Mittel zuzuführen, dann wird die jüdische Oeffentlichkeit den Mut haben, sich wieder mehr am Keren Hajessod zu beteiligen. Leider haben wir sehr schwere Verpflichttingen aus der Vergangenheit. Es ist sehr schwer, Sammlungen fortzuführen, wenn ein großer Teil dieser Sammlungen in Anspruch genommen wird für die Erfüllung dieser Verpflichtungen. Diese Verpflichtungen bedeuten aber, daß wir in vergangenen Jahren an Aufbauwerk vorweggenommen haben, was wir auf andere Weise nicht hätten schaffen können, Aufgaben erfüllt haben, die nach den Grundsätzen der Planwirtschaft zu erfüllen waren. Vielleicht sind diese Verpflichtungen zu groß, vielleicht haben wir mehr in Angriff genommen als möglich ist, wenn man die Einnahmen in Betracht zieht. Aber diesen Verpflichtungen stehen Aktiven gegenüber. Jeder, der nach Palästina kommt und vor sich sieht, was der Keren Hajessod dort getan hat, wird fühlen, daß etwas Positives geschaffen ist. Der Keren Hajessod steht vor einer großen Zukunft, allerdings nur, wenn er ernst genommen wird. Als zentrales Finanzinstrument der Jewish Agency verdient er das Vertrauen aller Kreise. Von hier aus muß der Ruf zu ernster Arbeit ausgehen. Der Jewish Agency wird durch den Keren Hajessod die Grundlage gegeben, die sie braucht, um ihr Werk fortzusetzen (Lebhafter Beifall). Hierauf wird in die Diskussion über die Berichte eingegangen. DEBATTE ÜBER DIE BERICHTE. Stellv. Vors. des Council Robert Szold übernimmt den Vorsitz. PROFESSOR HERBERT SPEYER (Belgien — spricht englisch): Alles, was wir in den letzten zwei Tagen gehört haben, ist von größtem Interesse. Meine Bemerkungen werden nur gewisse Punkte berühren. Ich glaube, wir müßten in unseren Ausgaben für Publikationen etwas sparsamer sein. Die Exekutive hat in dieser Beziehung vielleicht des Guten etwas7 zu viel getan und ich will der Exekutive auf privatem Wege in dieser Beziehung gewisse Anregungen geben. Die Jewish Agency und die Zionistische Organisation sollten nicht zu ehrgeizigt sein. Die Grundlage unserer Arbeit in Palästina scheint mir durchaus die Landwirtschaft zu sein. Und wenn ich Vollmacht hätte, so würde ich 90 Prozent unserer Einnahmen der Landwirtschaft zuwenden und nur zehn Prozent für alles Andere. Erst leben und dann

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