Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 601 (sequence 603)
- Language
- German, English, Hebrew
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Senator, Herrmann 601 WAHL DES NOMINATIONSKOMITEES. VORS. PROF. SPEYER: Ich bin überzeugt, daß wir völlig einstim-;mig sind in dem Danke an Dr. Senator für die ausgezeichnete und sehr informative Ansprache, die er uns eben gehalten hat. Wir haben jetzt ein Nominationskomitee zu wählen und ich schlage vor, daß es aus den folgenden Herren bestehen soll: Dr. Weiner, Dr. Popper, Dr. Senator. Der Vorschlag wird einstimmig angenommen. VORS. PROF. SPEYER: Das Nominationskomitee sollte sofort nach Schluß dieser Sitzung zusammentreten und dem Council heute nachmittags Bericht erstatten und eine Liste von Vorschlägen für die Ersetzung jener nichtzionistischen Mitglieder des Administrativkomitees vorlegen, die seit der letzten Tagung des Councils resigniert haben oder verstorben sind. Ich schlage nun vor, daß wir eine Debatte über die heute vormittags gehörten Berichte führen. Dr. JOSEF POPPER (Cechoslovakei — spricht deutsch): Ich schlage vor, daß wir noch vor Beginn der Debatte auch einen Bericht über die Arbeit des Keren Hajessod anhören. Der Vorschlag wird angenommen. DIE ARBEIT DES KEREN HAJESSOD. LEO HERRMANN (Generalsekretär des Keren Hajessod — spricht deutsch): Wenn ich hier das Referat des Keren Hajessod-Direktoriums zu erstatten habe, so wissen Sie, daß ich über etwas spreche, das Ihre eigene Institution ist: das zentrale Finanzinstrument der Jewish Agency. Ich will nicht über die Leistungen des Keren Hajessod in Erez Israel sprechen; die Herren Hexter, Senator und Berksen haben über die einzelnen Teile dieser Arbeit hier referiert. Ich will nur darüber sprechen, welche Resultate der Keren Hajessod in dieser schweren Zeit erreicht hat. Wir stehen noch nicht am Ende unseres Rechnungsjahres. Noch einige Wochen haben wir vor uns und die Abrechnungen verschiedener Länder, wo uns die Devisenvorschriften Schwierigkeiten machen, stehen noch aus. Trotzdem glauben wir, mit Eingängen im Betrag von 180.000 Pfund netto rechnen zu können, davon 130.000 Pfund aus Ländern außerhalb der Vereinigten Staaten. Wenn wir bedenken, daß die Einnahmen im Vorjahre 210.000 Pfund betrugen, und wenn wir die schweren Bedingungen, unter denen wir arbeiten müssen, in Betracht ziehen, so ist dieses Minderergebnis zweifellos kein Beweis dafür, daß der Keren Hajessod am Ende seiner Kräfte steht. Die Bedingungen unserer Arbeit hängen nicht nur von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage ab, die auch die Situation der jüdischen Gemeinschaft berührt, sondern auch von einem anderen Moment, das speziell Ihr Interesse beanspruchen kann. Sie alle wissen, daß die Idee des Keren Hajessod bei seiner Grün-