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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 598

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 598 (sequence 600)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--9007-3485157
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598 j. Councilsitzung: Immigrationsreferat konnte, ohne irgendwie von der Krise infiziert zu werden, ja, sich sogar sehr gut und schön entwickeln konnte. Die Antwort auf diese wirtschaftswissenschaftliche Frage ist eine zweifache: Erstens gibt es dafür einen äußeren Grund, der zusammenhängt mit der Lage des jüdischen Volkes in der Diaspora, und zweitens gibt es einen inneren Grund, der mit der Entwicklung der jüdischen Wirtschaft in Erez Israel selbst zusammenhängt. Was den äußeren Grund anbelangt, konstatieren wir in den letzten zwei Jahren eine deutliche Besserung, indem wir seit etwa Ende 1931 einen dauernden Zustrom von jüdischem Kapital nach Palästina spüren, und zwar geht dieser Kapitalstrom aus der Diaspora nicht einmal Hand in Hand mit der Immigration, die erst etwas später stärker eingesetzt hat, sondern es geht dieser Kapitalszufluß der Immigration voraus. Amerika, Polen und Deutschland, früher in geringerem Maße, jetzt viel stärker, aber auch die baltischen Länder sind in den letzten zwei Jahren mit recht bedeutenden Summen von Kapital zu Investitionszwecken in Palästina vertreten. Dabei handelt es sich nicht um kurzfristig angelegtes Kapital, das bekanntlich, wenn es vorzeitig abgerufen wird, ungeheure Verwüstungen und schwere Wirtschaftskrisen mit sich bringt. Ich glaube, daß diese Gefahr in Palästina nicht vorliegt, und zwar aus mehreren Gründen. Vor allem deshalb, weil es an einem großen Markt für Wertpapiere fehlt, also an einer Effektenbörse, und weil es auch an einer Immobilienbörse fehlt. Jeder Kapitalist, der sein Geld in Palästina anlegt, und besonders jener, der es in Pflanzungen anlegt, muß damit rechnen, daß er fünf bis sechs Jahre keine Zinsen bekommen kann, weil erst nach dieser Zeit die Pflanzungen einen Ertrag zeigen. Diese Investitionen können also nicht einfach und plötzlich aus dem Land wieder herausgezogen werden. Für Grundstücke, Pflanzungen, Häuser usw. ist immer nur ein beschränkter Markt vorhanden. Es sind in den letzten Jahren auch eine ganze Anzahl von Wertpapieren geschaffen, Aktiengesellschaften gegründet worden, aber es ist nicht ohne weiteres möglich, diese Papiere auf dem palästinensischen Markte zu verkaufen und so das Geld herauszuziehen. Andererseits haben die palästinensischen Banken eine Politik großer Liquidität verfolgt. Sie haben wohl gehört, daß in den palästinensischen Banken Depositen von sieben bis acht Millionen Pfund liegen, wovon über die Hälfte jüdisches Geld ist, und darum verfolgen die Banken diese Liquiditätspolitik. Außerdem hat es in Palästina noch nie einen Run auf Banken gegeben. Also: Einer der Faktoren zur Erklärung des Wirtschaftswunders Palästina ist der kontinuierliche Kapitalszustrom der letzten Jahre. Er dauert jetzt schon zwölf Jahre und hat eine steigende Kurve, und es besteht wohl begründete Aussicht, daß diese Kurve weiter steigen oder mindestens stabil bleiben wird. Der zweite, fast noch wichtigere Grund ist die wachsende Produktivität der -palästinensischen Wirtschaft. Ein Beispiel: der Orangenexport betrug vor zwei Jahren ungefähr 2V2 Millionen Kisten; heute beträgt er 41/2 Millionen Kisten. Wienn Sie nur einen Preis von 10 Shilling an-

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