Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 597 (sequence 599)
- Language
- German, English, Hebrew
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Berkson, Ochberg, Senator 597 Leumi erfüllen werden. So lange der Keren Hajessod besteht, muß er einen Beitrag zum Erziehungswerk leisten. Die Einbeziehung der Erziehungsarbeit in die Tätigkeit des Waad Leumi ist ein Kraftelement in seinem Aufbau, und wenn wir unsere Hilfe weiterleisten, wird der Jischuv, durch den Waad Leumi, das Erziehungssystem auf eine feste Grundlage stellen (Lebhafter Beifall). I. OCBPBERG (Südafrika — spricht englisch): Ich ersuche um eine Information über das Verhältnis zwischen der Subvention der Regierung an die jüdischen Schulen im Vergleiche mit ihren Subventionen an andere Schulen. Dr. I. B. BERKSON: Die Subvention wird nicht auf der Grundlage der Zahl der jüdischen. Schulkinder, sondern des Anteils der Juden an der Gesamtbevölkerung berechnet, der auf ein Sechstel geschätzt wird. Demgemäß beträgt die Subvention ein Sechstel des Gesamtbeitrages für Erziehung. Die Jewish Agency ist der Meinung, daß die Subvention auch auf die Zahl der in jüdischen Schulen eingeschriebenen Kinder, sowie auf den proportionellen Anteil der jüdischen Leistung zu den Regierungseinkünften Rücksicht nehmen müßte. Die Jewish Agency verhandelt diesbezüglich ständig mit der Regierung. REFERAT ÜBER DIE IMMIGRATIONSARBEIT. Dr. WERNER SENATOR (Mitgl. d. Ex. — spricht deutsch): Ich will versuchen, Ihnen in ungefähr zwanzig Minuten ein mehr allgemeines Bild über die inneren Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Immigration zu geben, Ihnen einiges zu sagen über die Neuorganisation unserer Emigrationsarbeit in der Diaspora und in Palästina und ein paar Worte über die jüdische Emigration aus Deutschland im letzten Halbjahr. Es wurde gestern schon bemerkt, daß viele Arbeiten der Jewish Agency, so auch die Erziehungsarbeit, über die eben Dr. Berkson referiert hat, durch den Mangel an Geld und durch die großen Schulden von früher gehemmt waren. Auch auf dem Gebiete der Einwanderung konnte vieles Notwendige nicht geschehen, weil uns die würgende und drückende Geldnot daran gehindert hat. Ich erinnere hier nur an die Frage der Wohnungsbeschaffung in den Kolonien. Wenn wir in den Pflanzungen hätten mehr tun können, wäre das sehr wichtig gewesen. Sie wissen, daß die Wohnungsverhältnisse und Lebensbedingungen der Arbeiter in den Kolonien teilweise unerträglich sind und dadurch eine größere Absorption neuer Einwanderer in den Kolonien erschwert ist. Aber abgesehen von solchen Fällen sind wir Gott sei Dank in der Immigration relativ unabhängig von den sonstigen großen finanziellen Schwierigkeiten der Jewish Agency. Nun einige Worte über die ökonomische Situation. Sie werden sich gewiß alle schon die Frage vorgelegt haben, wie es möglich war, daß inmitten einer Welt des wirtschaftlichen Zusammenbruches diese glückliche Insel, dieses Paradies, wie man sagte, in Palästina sich halten