Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 596 (sequence 598)
- Language
- German, English, Hebrew
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Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
- Safed 1× ep/1046078
- Tiberias 1× ep/1048138
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596 j. Councilsitztmg: Erziehungsrejerat den Versuch als völlig erfolgreich bezeichnen, wenn die Jewish Agency in der Lage gewesen wäre, ihre Verpflichtung zur Aufbringung von £ 40.000 zu erfüllen. Aber die finanzielle Lage der Agency war derart, daß es unmöglich war, diese Bedingung zu erfüllen. Die Jewish Agency erfüllte ihre Verpflichtungen nicht in barem, sondern in Wechseln, und in der Mitte des Jahres war es unmöglich, diese zu diskontieren, sodaß von den £ 40.000 nur £ 10.000 im Laufe des Jahres flüssig gemacht werden konnten und der Waad Leumi sich vor einem Defizit von rund £ 30.000 sah, die ungefähr vier Monatsgehälter des Lehrpersonals ausmachten. Wir wandten uns in dieser Verlegenheit an die Regierung und baten um ihre Hilfe aus ihren Reserven. Diese wurde nicht gewährt, aber die Regierung hatte ein ernstliches Interesse daran, uns zu helfen. Ein kleiner Zuschuß zu der Unterstützung, die uns die Regierung ursprünglich zu geben beabsichtigte, wurde uns zu bestimmten Bedingungen gegeben — etwa £ 3000 für das Halbjahr — beginnend mit 1. April. Die Regierung gab uns zu verstehen, daß sie bereit wäre, uns eine Anleihe zu gewähren, und wir wurden dahin informiert, daß sie bereit sei, uns £ 30.000 für zehn Jahre zu fünf Prozent zu leihen, sodaß wir dieses Jahr weiterarbeiten können. Das Problem bleibt aber für die Zukunft offen. Bei strenger Wirtschaft, die eine Herabsetzung der Lehrergehälter auf einen sehr niedrigen Stand einschließt — sie sind bereits einmal herabgesetzt worden — Abschreibung gewisser Posten, wie z. B. Schulmieten an Lokalbehörden, und Erhöhung der Regierungsbeihilfe, werden wir unser Budget auf ungefähr £ 24.000 balancieren können. Aber dies, reicht nicht für die Errichtung notwendiger neuer Schulen. Wir haben verschiedene Posten gestrichen. Wir geben nichts an Kindergärten, sehr wenig an Mittelschulen (nicht mehr als die Beihilfe, die sie von der Regierung bekämen, wenn sie sich direkt an sie wendeten). Aber wir haben nicht die Hoffnung, auch nur diese £ 24.000 aufzubringen, und es scheint, daß wir die Zeit, die ein Kind in der Volksschule verbringt, auf sechs Jahre werden herabsetzen müssen, sodaß die Gemeinden die Kosten für das siebente und achte Schuljahr beizustellen haben werden. Der Waad Leumi kann ohne zusätzliche £ 20.000 nicht auskommen. Wenn wir diesen Betrag nicht erhalten, werden meiner Ansicht nach drei Dinge eintreten: die neuen jüdischen Kolonien würden eine weitere Belastung von etwa £ 5000 erfahren; viele arme Kinder in Jerusalem, Safed, Tiberias und Haifa würden der Unterrichtsgelegenheit verlustig gehen und wir könnten das Schulsystem nicht unter einheitlicher Leitung zusammenhalten. Was unsere Grundprobleme anlangt, so bin ich ganz entschieden gegen die Ausschaltung des Erziehungswesens aus dem Programm der Agency. Es ist etwas unumgänglich Notwendiges und Wesentliches. Ein Land kann nicht aufgebaut werden ohne Erziehung. Auch vom Gesichtspunkt wirtschaftlicher Entwicklung wird wohl niemand ernstlich die Behauptung aufstellen, daß das Erziehungswesen nicht ein wichtiger Teil des Aufbaues ist. Die Frage ist nur, ob wir unsere Verpflichtung gegenüber dem Waad