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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 593

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 593 (sequence 595)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--9002-3485152
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Brodetsky, Sokolow 593 sung der Judenfrage sehr viel bedeutet. Wir müssen für unsere politischen Rechte kämpfen, wir werden aber von der Mandatarregierung und dem Völkerbund nur dann ernst genommen werden, wenn wir trotz allen politischen und sonstigen Schwierigkeiten unsere praktische Arbeit im Lande fortsetzen werden (Lebhafter Beifall). VORS. PROF. SPEYER: Ich danke Professor Brodetsky für seinen Vortrag und bedaure, daß jetzt leider nicht genug Zeit ist, um ihn ins Deutsche übersetzen zu lassen. Dr. NAHUM SOKOLOW (Präsident der Agency): Wenn schon Professor Brodetsky über Unterhaltungen mit Diplomaten erzählt hat, möchte ich Ihnen Folgendes zur Kenntnis bringen. Auf meiner Reise nach Palästina wollte ich in Alexandrien zusammen mit meinen zionistischen und nichtzionistischen Freunden Veranstaltungen für den Keren Hajessod durchführen. Unsere dortigen Freunde erklärten aber, die Sache werde Schwierigkeiten machen, da beim Publikum das Gerücht verbreitet sei, der König von Aegypten sei ein Antizionist, ich solle also mit dem König sprechen. Ich habe dies auch auf der Rückreise von Palästina getan. Der König erklärte, er sei nie Antizionist gewesen, das müsse ein Mißverständnis sein. Das Ergebnis unserer Aktion war dann auch sehr erfreulich. Auf meiner Reise durch Italien wurde ich von den italienischen Juden ersucht, mit Herrn Mussolini zu sprechen. Mussolini sagte mir: „Aus der ganzen Welt hören wir, daß sich die Landwirtschaft über das Sinken der Preise beklagt, und in Palästina können die Juden trotzdem bei der Landwirtschaft Erfolge erzielen. Wie läßt sich das erklären?" Ich antwortete darauf: Weil die Juden in Palästina an sich und an das Land und seine Zukunft glauben. Das ist nicht eine Frage der Preise, sondern eine psychologische Frage. VORS. PROF. SPEYER: Ich schlage vor, daß wir uns jetzt vertagen. NEVILLE LASKI (England): Ich schlage vor, daß wir nach einer Pause von einer Viertelstunde wieder zusammentreten. Ich kann nicht eine Debatte über einen Bericht führen, den ich nicht verstehe. Der Bericht hätte in einer Sprache vorliegen müssen, die wir verstehen. Dr. WERNER SENATOR {Mitgl. d. Ex.): Ich schlage vor, daß jetzt eine Pause eintritt, daß wir in der nächsten Sitzung zwei weitere Berichte anhören und uns am folgenden Tage mit den Organisationsfragen und den Wahlen ^beschäftigen. Schluß der Sitzung 18 Uhr. 38

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