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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 592

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 592 (sequence 594)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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592 2. Councilsitzung: Politischer Bericht Seit der Council der Jewish Agency vor zwei Jahren tagte, ist die Frage der Konstitution Palästinas wieder auf die Tagesordnung gekommen. Im Mai 1932 wurde uns versichert, diese Frage sei nicht von unmittelbarer Dringlichkeit, aber im Oktober 1932 kündigte der High Commissioner bereits an, er würde in Genf darüber sprechen. Präsident Sokolow und ich sprachen darüber in London mit ihm und er gab in Genf in der Sitzung der Mandatskommission die Erklärung ab, die Regierung würde diese Angelegenheit behandeln, sobald das Gesetz über die Lokal Verwaltung im Jahre 1933 in Kraft getreten sein würde. Jetzt ist die zweite Fassung dieses Gesetzentwurfes erschienen und wahrscheinlich wird noch eine Reihe von Monaten verfließen, bevor er endgültig ist. Aber glauben Sie nicht, daß eine bloße Verschiebung eine Lösung der Frage ist! Wir müssen uns darüber klar sein, daß früher oder später die Frage der konstitutionellen Gestaltung Palästinas auftauchen und dringend werden wird. Der Obersekretär von Palästina, Mr. Young, erklärte erst kürzlich in Genf, daß die im Oktober vorigen Jahres angekündigte Politik in Geltung bleibt. Ich will hier nicht auf die ununterbrochene Arbeit unseres Vertreters in Genf, Dr. Jacobson, eingehen. Ich will nur erwähnen, daß er nach seinem letzten Besuch in Palästina eine Reise durch den Nahen Orient unternommen hat, um mit führenden Mohammedanern in Palästina und den Nachbarländern in Kontakt zu kommen. Mit Zustimmung der Regierung begab er sich nach Syrien und sein Besuch war ein wichtiges Stück Pionierarbeit in der Schaffung von Beziehungen zu verschiedenen arabischen Politikern, dessen Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Die Lage in Deutschland hat eine neue Stellungnahme zur gesamten Judenfrage und zur Frage Palästinas geschaffen. Es wurde immer klarer, daß es nur ein Land gibt, in dem das Judenproblem zum größten Teil gelöst werden kann, nämlich Palästina. Ich betrachte aber Palästina nicht nur als ein Territorium irgendwo am Mittelmeer, wo eine britische Mandatarregierung herrscht und wo Juden als Einwanderer zugelassen werden sollen, sondern als ein Territorium, das mit der ganzen Zukunft des jüdischen Volkes verbunden ist. Es ist jetzt nicht mehr die Frage, ob man in Palästina landwirtschaftliche Kolonisation durchführen kann, oder daß man damit zufrieden sein kann, daß es eine so große Stadt wie Tel Aviv oder eine hebräische Universität gibt. Es ist jetzt die Frage der Durchführung einer großen jüdischen Einwanderung nach Palästina, die allmählich zur Lösung des -jüdischen Problems führen soll, und es ist die Aufgabe der Jewish Agency, zu beweisen, daß Palästina ernst zu nehmen ist und daß daher auch die Jewish Agency ernst genommen werden muß. Sie werden vielleicht sagen, daß das keine Politik ist, aber, meine Herren, unsere Politik besteht aus Landwirtschaft, Orangen, Häuserbau und Städtebau. Unsere Politik besteht nicht in dem Jagen nach großen politischen Deklarationen, sondern in konkreten Schritten zur Lösung der Judenfrage und zum Aufbau Palästinas, der für die Lö-

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