Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 586 (sequence 588)
- Language
- German, English, Hebrew
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586 i. Councilsitzung: Kolonisationsreferat Million Pfund übersteigen. Manche dieser Aktiven sind gut, manche nicht; aber diese Aktiven könnten als Grundlage für eine langfristige Anleihe dienen. Wir könnten dafür sorgen, daß der Beitrag des Keren Hajessod zum Kolonisationsdepartement die Verzinsung und Amortisierung der Anleihe in den ersten Jahren deckt; denn selbst nachdem der Siedler die Anleihe erhalten hat, muß erst eine Wartezeit kommen, bevor er mit der Rückzahlung beginnen kann. Ich möchte noch ein oder zwei Worte über die Arbeit in jenen Zweigen der landwirtschaftlichen Tätigkeit sagen, die nicht direkt mit dem Kolonisationsdepartement verknüpft sind. Wenn Sie die Basis analysieren, auf Grund deren im Vorjahr Einwanderungs-Zertifikate bewilligt wurden, werden Sie finden, daß die größten Erfolge von jenen Siedlern erreicht wurden, die an der Entwicklung der Zitruszone teilgenommen haben. Es gibt eine einheitliche Orangenzone von Gaza an, an welcher sowohl Araber, und nicht bloß palästinensische Araber, wie auch Juden beteiligt sind. All diese Unternehmungen in der Orangenzone werden von privaten Pflanzern durchgeführt. Für ein Grundstück von 10 bis 12 Dun am brauchen sie bloß einen Arbeiter, und wenn Kredit zur Verfügung steht, können bedeutende Fortschritte gemacht werden. Wir machen jetzt einen Versuch mit der Ansiedlung von 500 Familien durch eine Kombination der Palestine Economic Corporation und der Familie Marks, und wir sind überzeugt, daß dieser Plan gelingen und die Ausgabe zurückkehren wird. Ich sehe große Möglichkeiten für die Erweiterung landwirtschaftlicher Tätigkeit in Palästina. Es können noch große Flächen angekauft werden; wenn das Hule-Gebiet entsumpft wird, könnte der Boden für viertausend bis fünftausend Familien Platz bieten, ohne daß irgend welche Araber verdrängt werden. Eines Tages wird es geschehen, aber es wird viel Geld kosten; es wäre besser, wenn Sie selbst nach Palästina kommen und all dies mit eigenen Augen sehen könnten (Lebhafter Beifall). VORS. PROF. SPEYER: Ich möchte Herrn Dr. Hexter den Dank der Versammlung für seinen überaus interessanten und informativen Vortrag ausdrücken. Es ist zu spät, um eine Diskussion zu beginnen. Ich schlage deshalb vor, daß wir uns bis heute nachmittags 4 Uhr vertagen, worauf weitere Referate erstattet werden. Schluß der Sitzung 14 Uhr.