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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 585

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 585 (sequence 587)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8994-3485144
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Hextet 585 Eine große Anzahl von Siedlungen wurden kurz nach 1920 errichtet, vielleicht mehr, als durch die Einnahmen des Kolonisationsdepartements der Zionistischen Organisation gerechtfertigt war, doch war es die Aufgabe der Organisation im Jahre 1920, so viel Boden als möglich in Besitz zu nehmen. In gewissen Kolonien bestanden vertragliche Verpflichtungen zwischen dem Keren Hajessod und den Siedlern, hauptsächlich in Bezug auf deren Wohnhäuser. Ich betrachte es als eine nicht geringe Auszeichnung, daß die Zionistische Exekutive die Oberleitung dieses Teiles der Arbeit einem Nichtzionisten anvertraut hat. Die Schaffung geeigneter Wohngebäude für die Siedler ist infolge der gelegentlichen Wdtterungsunbilden eine sehr ernste Frage. In Nahalal lebten 70 Familien etwa zehn Jahre lang in Holzbaracken, doch wurden dank einer Anleihe der südafrikanischen Zionisten für die Hälfte dieser Zahl Häuser gebaut. Aber die Siedler, für welche die Häuser gebaut wurden, werden sie erst beziehen, wenn auch die andere Hälfte Häuser erhalten hat. Das Kolonisations-Departement kann auf keine besonderen Leistungen in den letzten zwei Jahren hinweisen und kann noch nicht sageny daß jede der Jewish Agency unterstehende Kolonie wirtschaftlich selbständig ist. Wir waren durch eine Finanzkombination in der Lage, zwölf Kolonien die nötigen Produktionsmittel zu schaffen, die früher eine Subvention erhielten, die den Unterschied zwischen ihren Einnahmen und ihrem Bedarf deckte. So bedauerlich diese Subventionen waren, sowohl in finanzieller als auch in moralischer Beziehung, so waren sie doch notwendig, nicht weil sich die Kolonisten nicht anstrengen wollten, sondern wegen der Notwendigkeit der Lage; und wir erhielten in dieser Beziehung eine wesentliche Hilfe durch eine Anleihe von £ 14.000 seitens der Juden der Cechoslovakei, die in fünf bis sechs Jahren rückzahlbar ist. Die meisten Siedlungen der Zionistischen Organisation liegen im Emek und leiden an Regenmangel; so lange wir sie nicht von dieser Gefahr befreien, werden sie in Schwierigkeiten sein. Jetzt sind Verhandlungen mit einer großen Gesellschaft im Gange, die der Jewish Agency vielleicht einen Bewässerungs-Kredit für zwanzig Jahre gewähren wird, und wenn dies durchgeführt wird, können wir sicher sein, daß die Kolonien auf eine gute Grundlage gestellt werden. Niemand, der seit vier Jahren in Palästina gearbeitet hat, kann umhin, den stärksten Eindruck von dem wundervollen Geist zu gewinnen, der die Siedler beseelt, er muß aber auch die finanzielle Lage der Jewish Agency aufs lebhafteste beklagen. Trotz aller vom Mittelstand geleisteten Arbeit, wird die Tätigkeit der nächsten Zukunft auf dem Gebiet der Landwirtschaft vor sich gehen müssen und jeder Aufschub wird sehr kostspielig werden. Wir haben wenig Zeit, wenn wir mehr Boden haben wollen, und wenn ich über unsere Geldmittel zu verfügen hätte, würde ich der Kolonisation den größten Teil zuweisen. Wir befassen uns jetzt mit dem Gedanken der Schaffung eines Kolonisationsfonds. Die Jewish Agency hat Aktiven in der Landwirtschaft; die Siedlungen schulden uns große Beträge, die im Laufe von 45 bis 50 Jahren zurückzuzahlen sind und eine

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