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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 584

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 584 (sequence 586)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8993-3485143
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584 i. Councilsitzung: Kolonisationsreferat REFERAT ÜBER LANDWIRTSCHAFTLICHE KOLONISATION. Dr. MAURICE B. HEXTER (Mitgl. d. Ex. — spricht englisch): Bevor ich mit meinem Referat über landwirtschaftliche Kolonisation in Palästina beginne, erlauben Sie mir ein Wort des Gedenkens an meinen gefallenen Kollegen Dr. Arlosoroff (die Anwesenden erheben sich), welcher die ihm zugeteilte Aufgabe mit höchstem Geschick und großer Treue erfüllt hat. Ich werde die Hingabe und ernste Sachlichkeit, die er immer bewiesen hat, nie vergessen. Ich bedaure, daß der Bericht, der die Einzelheiten über unsere .Kolonisationsarbeit; enthält, nicht rechtzeitig verteilt werden konnte, bevor die Mitglieder nach Prag kamen, aber es waren ernste Schwierigkeiten, die dies unmöglich machten. Ich hoffe, daß sie überwunden sein werden, wenn der Council nach zwei Jahren wieder zusammentritt. Der in Ihren H&nden befindliche gedruckte Bericht ist sehr inhaltsreich und ich hoffe, daß Sie ihn auf dem Heimwege studieren werden. Ich will mich jetzt nur mit ein paar Punkten befassen, die in dem Bericht nicht erwähnt sind, nämlich mit der landwirtschaftlichen Versuchsstation der Jewish Agency, der Arbeit des Kolonisations-Departements und der Landwirtschaft im allgemeinen. Bis vor vier Jahren war ich nur oberflächlich mit der Arbeit in Palästina vertraut, ich bin aber jetzt zu dem Schluß gekommen, daß eine der schönsten Leistungen der Zionistischen Organisation in der Errichtung der Versuchsstation besteht, die sowohl ein Zeugnis für den Weitblick der Zionisten, wie für die Tüchtigkeit ihres Direktors ist. Der Boden Palästinas war lange Zeit verwahrlost, sodaß nur wenig über ihn bekannt war, als die Juden hierherkamen, um sich hier anzusiedeln. Nur auf Grund der sachlichen Anleitung, die uns die Laboratoriumsfachleute liefern, können wir gesunde Unternehmungen aufrichten. So lange wir nicht wissen, welche Projekte zum Erfolg führen können, haben wir nicht die Möglichkeit, einen erfolgreichen Kolonisationsplan aufzustellen. Auch die Vergrößerung der Aufnahmsfähigkeit des Landes hängt von der Zahl der Personen ab, die auf einem Dun am leben können. Dank der großen Freigebigkeit der Herren Simon Marks, Sieff und Sacher wird ein neues Laboratorium für landwirtschaftliche Chemie errichtet, das unter Leitung von Dr. Weizmann stehen wird, und wir alle erwarten mit Ungeduld die Ergebnisse seiner Arbeit dort, die wahrscheinlich ebenso wichtig sein, .werden, wie die seiner Erfindung, betreffend Azeton. Nun ist ein Plan im Zusammenhang mit der hebräischen Universität in Ausarbeitung, wonach dort in etwa zwölf Monaten eine Hochschule für diejenigen errichtet werden wird, die sich die Landwirtschaft zur Lebensarbeit machen. Es wird zwei Kurse für Studenten in Jerusalem und in Rechoboth geben und Dr. Weizmann wird einer der Dozenten sein. Das Gebäude der Versuchsstation in Rechoboth wird ein Wahrzeichen des Landes und ein Denkmal für Herrn Wilkansky und Dr. Ruppin bilden. In Verbindung mit dem Plan gibt die palästinensische Regierung £ 3000 jährlich für die Abteilung für Zitrusversuche, woraus leicht zu schließen ist, welche Bedeutung die Angelegenheit hat-

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