Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 583 (sequence 585)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476290--8992-3485142- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Locker, Briedmann, Karpf, Laski u. a. 583 nieren soll, muß die organisatorische Arbeit sorgfältiger gemacht werden. BARNETT JANNER (Zionist, England — spricht englisch): Die zionistischen Delegierten unter uns wissen auch nicht, woran sie sind. Auch wenn zionistische Delegierte bestellt werden, müssen sie darüber informiert sein, was geschehen soll. VORS. PROF. SPEYER: Auch ich bin durchaus der Meinung, daß es notwendig für die Delegierten ist, darüber informiert zu werden, was vorkommen soll. S. M. MUSCHKAT (Lettland — spricht jüdisch): Ich nehme an, daß wir uns an die Tagesordnung halten müssen, die wir haben, und damit wir keine Zeit verlieren, schlage ich vor, einen Legitimationsausschuß zu wählen. VORS. PROF. SPEYER: Ich bin damit einverstanden, daß wir einen Legitimationsausschuß bestellen sollten. BERL LOCKER (Mitgl. d. Ex.): Es tut mir leid, daß sich hier eine Art Dialog zur Tagesordnung entsponnen hat. Bei aller Hochachtung vor Herrn Laski habe ich mich doch über seine Ausführungen ein wenig gewundert. Wir haben die Vorschläge, von denen Herr Laski sprach, der britischen Sektion der Jewish Agency schon vor Monaten zugehen lassen und sie waren auch Gegenstand von Beratungen einer eigenen Kommission, an einer Sitzung derselben habe ich selbst teilgenommen und die Sektion hat auch gewisse Beschlüsse dazu gefaßt. Es scheint mir nun auf einem Irrtum zu beruhen, wenn Herr Laski sich beklagt, das Material erst jetzt bekommen zu haben. NEVILLE LASKI (England): Es gab ein Subkomitee der britischen Sektion zur Prüfung eines Entwurfes, der der britischen Sektion vorgelegt war, und der Beschluß, der gefaßt wurde, ging dahin, daß an der Verfassung der Agency nichts geändert werden sollte. Wenn die Zionisten daher jetzt eine Aenderung wünschen, hätten diese Vorschläge in der Tagesordnung angeführt werden sollen. VORS. PROF. SPEYER: Ohne an der Diskussion teilzunehmen, möchte ich doch bemerken, daß ich heute Vormittag zum ersten Mal von einem Vorschlag zur Abänderung der Jewish Agency gehört habe. Ich habe nicht den Text eines Vorschlages schriftlich erhalten, sondern bloß davon gehört. Ich schlage jetzt vor, daß in den Legitimationsatisschuß folgende Mitglieder gewählt werden: Für die Zionisten die Herren: Janner, Ochberg und Zuckermann; für die Nichtzionisten die Herren: Muschkat, Dr. Popper und Saly Meyer, (Nach Abstimmung:) Der Vorschlag ist angenommen. Der Legitima tionsausschuß ist gewählt und wird mittags zusammentreten. Ich lade nunmehr Dr. Hexter ein, sein Referat über landwirtschaftliche Kolonisation in Palästina zu erstatten.