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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 553

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 553 (sequence 553)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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die gegenwärtige Beteiligung der Regierung am Erziehungsbudget weder mit der Zahl der Schüler, die in den Schulen erzogen werden, noch mit dem Maß der Beteiligung der jüdischen Gemeinschaft an den Einnahmen der Regierung im Einklänge steht. Der Kongreß fordert die Exekutive der Agency auf, zusammen mit dem Waad Leumi die Verhandlungen mit der Regierung über die Erhöhung des Zuschusses für hebräische Erziehung fortzusetzen. 74. AUFNAHME DEUTSCHER KINDER. 1. In der Erkenntnis der großen Bedeutung der Überleitung der aus Deutschland kommenden Kinder in die hebräischen Schulen, fordert der Kongreß die Leitung des Schulwesens in Palästina auf, alle Anstrengungen zu machen, damit das Schulnetz durch Eröffnung neuer Klassen und Beihilfe zur Errichtung neuer Erziehungsanstalten die Kinder der deutschen Einwanderer aufnehme, so daß diese Kinder nicht außerhalb der Schulen bleiben. Ebenso hält es der Kongreß für notwendig, daß neue Fachanstalten und Internate für die Kinder deutscher Juden, die ins Land kommen, eröffnet werden. 2. Da es sehr wichtig ist, daß die jungen Einwanderer aus Deutschland, die das volksschulpflichtige Alter überschritten haben, eine Facherziehung, insbesondere Vorbereitung für landwirtschaftliche Arbeit, erhalten, begrüßt es der Kongreß, daß der ländliche Jischuv in allen seinen Schichten sich bemüht, den Einwanderern die Aufnahme in die ländlichen Wirtschaften zu ermöglichen. 3. Der Kongreß fordert die Exekutive auf, für die Zentralisierung dieser Tätigkeit unter Bedingungen, die eine richtige Erziehung und deren Beaufsichtigung ermöglichen, zu sorgen, sowie sich um eine Erleichterung der Einwanderung der Jugend ins Land zu bemühen. Ebenso ist es Aufgabe der Exekutive, sich um die Beschaffung der für die genannte Tätigkeit erforderlichen Mittel aus jenen Sammlungen zu bemühen, die in der jüdischen Welt zugunsten der deutschen Juden organisiert werden. 75. VERBREITUNG DER HEBRÄISCHEN SPRACHE UNTER DEN EINWANDERERN. In Erkenntnis der Tatsache, daß ein starker Einwanderungsstrom die Gefahr einer Sprachenverwirrung in sich trägt, beschließt der Kongreß: a) Alle Palästina-Ämter und Hachschara-Institutionen sind verpflichtet, dafür zu sorgen und dazu beizutragen, daß die Einwanderer die hebräische Sprache in Wort beherrschen. b) Die zionistischen Verbände aller Richtungen in den einzelnen Ländern sind verpflichtet, für die Verbreitung der hebräischen Sprache unter den jüdischen Massen Sorge zu tragen, durch Stärkung der für diesen Zweck bestehenden und Begründung neuer Institutionen. c) Die Exekutive hat für die Gründung von Anstalten zum Zwecke der Verbreitung der hebräischen Sprache in Erez Israel unter den neuen Einwanderern Sorge zu tragen, und ist verpflichtet, die hiefür erforderlichen Mittel zu beschaffen. 76. WAAD HALASCHON. Der Kongreß anerkennt die bedeutsame Tätigkeit des Waad Halaschon und sieht es als seine Pflicht an, diese Institution durch eine ständige Subvention zu fördern. 77. DIE HEBRÄISCHE UNIVERSITÄT. 1. Der Kongreß proklamiert die unmittelbare Notwendigkeit, die Hebräische Universität in Jerusalem und das Technikum in Haifa zu erweitern und auszugestalten^ damit sie die bedeutsame Aufgabe, die ihnen obliegt, erfüllen und die Tausende von jungen Juden aufnehmen können, denen die Tore der Hochschulen in vielen Ländern verschlossen sind, und damit sie als Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit jenen jüdischen Forschern und Gelehrten dienen können, denen durch die Verfolgungen in Deutschland und die Beschränkungen in anderen Ländern die Möglichkeit genommen wurde, ihre Arbeit an den Universitäten in der Galuth fortzusetzen, damit sie ferner das Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit bilden können, die mit dem Aufbau der Nationalen Heimstätte und der Belebung der hebräischen Sprache und Kultur verbunden ist.

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