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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 541

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 541 (sequence 541)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8948-3485098
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541 f) Dem anlagesuchenden Kapital fehlt vielfach die genügend autoritative Information und Anleitung. Zahlreiche Informationsstellen arbeiten ohne Kontakt nebeneinander und häufig gegeneinander. g) Die von der Zionistischen Organisation geschaffenen Banken und Finanzinstitute (A.P.B., Hypothekenbank) haben ihre spezifischen Aufgaben zur systematischen Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung des Jischuv nicht immer entsprechend erfüllt, insbesondere nicht in Bezug auf die Industrie und den gemeinnützigen Wohnungsbau. h) Die übermäßige ungesunde Konzentrierung der Einwanderung in Tel Aviv und die Vernachlässigung anderer Städte, vor allem von Haifa, steht im Gegensatz zu den nationalen und wirtschaftlichen Interessen des Jischuv. 34. INDUSTRIE UND HANDEL. Der Kongreß erwartet, daß die Regierung die aufblühende Industrie Palästinas in stärkerem Maße als bisher fördert. Dazu hält er folgende Schritte für erforderlich: a) Änderung des Zollsystems und Zollverfahrens zugunsten der einheimischen Industrie, Einführung von Erziehungs- und Schutzzöllen, Schutz der einheimischen Industrie gegen Dumping in jeder Form. b) Förderung des Exportes zum Ausgleich der passiven Handelsbilanz Palästinas. c) Deckung des Bedarfes der Regierung vorwiegend durch einheimische Produkte. d) Abschluß, Verlängerung und Erweiterung der Handelsverträge mit den Nachbarländern. e) Schaffung und Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen Palästinas zu anderen Ländern. f) Intensivierung des Verkehrs mit den Ländern des mittleren Ostens, Herabsetzung der Gebühren für Post und Transport durch entsprechende Abkommen. g) Beseitigung der Benachteiligung Palästinas als „open door"-Landes gegenüber der Politik der Einfuhrbeschränkungen und Kompensationen in anderen Ländern. h) Völlige Zollbefreiung aller Maschinen und Maschinenteile für Landwirtschaft und Industrie. i) Rückerstattung der Zollgebühren für exportierte Waren, die aus zollpflichtigen Rohstoffen hergestellt wurden. j) Errichtung einer besonderen Abteilung für Handel und Industrie, k) Erleichterung der Einwanderung von Industriellen und Facharbeitern durch: aa) Abschaffung des Höchstalters für Facharbeiter. bb) Direkte Erteilung der Einreisevisa durch die britischen Konsuln an Industrielle, die mindestens 500 Pfund in bar, Maschinen oder Waren besitzen. cc) * Sofortige Erteilung der ständigen Aufenthaltserlaubnis an Personen, die als Touristen ins Land gekommen sind und dort industrielle Unternehmungen begründet oder sich an solchen beteiligt oder ständige Arbeit als Facharbeiter gefunden haben. dd) Reduzierung des Minimalkapitals für einwandernde Handwerker von 250 auf 150 Pfund. 35. WEITERE WIRTSCHAFTSFRAGEN. Der Kongreß überweist folgende Anträge dem A.C. zur weiteren Behandlung: 1. Städtische Arbeitersiedlungen (Schechunoth Ovdim). a) Der Kongreß stellt mit Genugtuung den großen Fortschritt fest, der im Laufe der letzten zwei Jahre im Aufbau der städtischen Arbeitersiedlungen gemacht -worden ist, indem unter Leitung des Zentralamtes für städtische Arbeitersiedlungen der jüdischen Arbeiterorganisation über 2000 Siedlungsplätze erworben und über 1000 Häuser in großen geschlossenen Siedlungen erbaut worden sind, b) Der Kongreß bedauert, daß die finanzielle Lage der Jewish Agency es ihr nicht ermöglicht hat, die Ansiedlung städtischer Arbeiter zn unterstützen, und fordert die Exekutive erneut auf, Mittel und Wege zu suchen, um in Zukunft dieser wichtigen Kolonisationsaufgabe eine stärkere Unterstützung angedeihen zu lassen. c) Der Kongreß hofft, daß der Keren Kayemeth in nächster Zeit eine Bodenfläche für die Errichtung einer Großsiedlung für die Arbeiterschaft von Tel Aviv erwerben wird. d) Der Kongreß erwartet, daß die Regierung die ihr gehörenden geeigneten Bodenflächen bei den Städten für die Errichtung städtischer Arbeitersiedlungen zur Verfügung stellen wird. 2. Handwerker, Kooperativen, Mittelstandssiedlungen. a) Der Kongreß fordert die Exekutive auf, der Entwicklung des jüdischen Handwerkes, sowie der Heim« und Kleinindustrie erhöhte Aufmerksamkeit und Förderung zuteil werden zu lassen. b) Der Kongreß begrüßt den Fortschritt in der Entwicklung der Einkaufs- und Produktions-Kooperativen und hofft, daß die Exekutive Mittel und Wege finden wird, diese Entwicklung stärker als bisher zu fördern. c) Der Kongreß begrüßt die Anfänge der Mittelstandssiedlungen und hofft, daß auch dieser Zweig des Siedlungswerkes sich weiter ausbauen wird.

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