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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 509

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 509 (sequence 509)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Ringel, Großmann 509 Der Kongreß drückt seine Hoffnung aus, daß mit Hilfe der Mandatarmacht ein Weg gefunden wird, um diese Kolonisation zu ermöglichen, die ein gemeinsames Interesse des jüdischen Volkes, das Arbeits- und Siedlungsmöglichkeiten für seine verelendeten Massen braucht, und der Bevölkerung Transjordaniens darstellt, welche neues Kapital und neue Unternehmungen für die Entwicklung des Landes sucht. Der Kongreß beauftragt die Exekutive, ihre Bemühungen fortzusetzen, um die Beziehungen gegenseitiger Verständigung zu fördern und den Weg für eine gemeinsame Aktion von Juden und Arabern in Westpalästina und in Transjordanien zu bahnen. Hiezu liegt ein Minderheitsantrag der Revisionisten vor, welcher lautet: In Anbetracht dessen, daß Ost- und Westpalästina eine untrennbare territoriale Einheit bilden, in Anbetracht dessen, daß das historische Recht des jüdischen Volkes auf Palästina in seiner ungeteilten Einheit im Mandate anerkannt wurde, in Anbetracht dessen, daß die fruchtbaren und derzeit brachliegenden Länder Ostpalästinas (Transjordaniens) ein natürliches Reservoir für eine jüdische landwirtschaftliche Massenkolonisation darstellen, in Anbetracht dessen, daß durch einen willkürlichen Akt der Mandatsregierung Ostpalästina (Transjordanien) vom Mandatsgebiete losgerissen und in ein unabhängiges arabisches Staatswesen verwandelt wurde, erklärt der Kongreß: Das Ziel der politischen Tätigkeit der Exekutive muß die Wiedervereinigung von Ost- und Westpalästina unter Anwendung aller Satzungen des Mandates sein. Hierbei soll nicht außer Acht gelassen werden, daß dieses Ziel nie auf dem Wege rein wirtschaftlicher Transaktionen unter Anerkennung des staatsrechtlichen und politischen Status quo erreicht werden kann, sondern durch entsprechende politische Aktionen; ferner daß eine unentbehrliche Voraussetzung für eine ungestörte jüdische Massenkolonisation in Transjordanien die Aufstellung von legalen jüdischen Schutzformationen (Legion) ist. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Es liegt ein Vorschlag vor, über den Minderheitsantrag der Revisionisten zur Tagesordnung überzugehen. (Nach Abstimmung): Uebergang zur Tagesordnung ist angenommen. Der Antrag der Kommission ist angenommen. Der nächste Antrag lautet: VIII. Der Kongreß betont das Recht des Jischuv in Palästina, von der Regierung eine seinen Bedürfnissen angemessene Subvention für Erziehungs- und Gesundheitswesen zu verlangen. Der Kongreß nimmt Kenntnis von der Vergrößerung der Subvention für das jüdische Erziehungswesen und von der erstmaligen Gewährung einer Subvention für das Gesundheitswesen und für landwirtschaftliche Eorschungsarbeit. Der Kongreß hält aber diese Subvention nicht für genügend im Verhältnis zu den Lebensnotwendigkeiten des Jischuv und zu seinem Anteil an den Einnahmen der Regierung. Der Kongreß ersucht die Exekutive, ihre Bemühungen zur Erhöhung der Subventionen auf einen diesem Anteil entsprechenden Betrag fortzusetzen. MEIR GROSSMANN (]st., A.C.): Es ist unter der Würde des Zionistenkongresses, ein solches Geschenk anzunehmen und dafür zu danken. Die Judenstaatspartei hat daher folgenden Minderheitsantrag eingebracht : Der Kongreß stellt fest, daß die jüdische Bevölkerung Palästinas grundsätzlich ein Anrecht darauf hat, daß das gesamte jüdische Schul- und Sanitätswesen in den Rahmen des Schul- und Sanitätswesens der Regierung eingegliedert und aus Mitteln des Regierungsbudgets finanziert wird, wobei dem Jischuv ein angemessenes Aufsichts- und Kontrollrecht eingeräumt werden soll.

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