Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 507 (sequence 507)
- Language
- German, English, Hebrew
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Großmann, Waldmann, Jarblum 507 haben uns aber geeinigt, daß die Fragen, die die Details der Interpellation betreffen, dem A.C. zur Prüfung übergeben werden sollen. Wir haben atich eine Instruktion erteilt, daß nichts unternommen werden darf, was im Gegensatz zu der hier gefaßten Resolution über die deutsche Frage steht. Der Antrag, über das Minderheitsvotum der Judenstaatspartei zur Tagesordnung übergeben, und der Antrag V der Politischen Kommission betreffend die Interpellationsbeantwortung werden angenommen. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Bei dieser Gelegenheit will ich Ihnen folgendes mitteilen: Es wurde dieser Tage in den Zeitungen eine Nachricht über ein Abkommen veröffentlicht, das angeblich mit der deutschen Regierung in Bezug auf die Jaffaorangen getroffen worden sei. Dort wurden die Namen zweier Zionisten angegeben. Ich habe mich an einen dieser Herren gewandt und habe nun folgende Antwort bekommen: „In Beantwortung Ihres Telegrammes teile ich Ihnen jetzt mit, daß die Nachricht absolut unwahr ist. Ich habe mit niemandem weder direkt noch indirekt verhandelt." (Dr. ISRAEL WALDMANN: Das ist ein Beweis dafür, wie die JTA ihre Nachrichten gibt!) M. JARBLUM (Arb., Frankreich): Ich hatte folgenden Minderheitsantrag eingebracht: Der Kongreß erklärt, daß diese private Transaktion der Stellang und den Gefühlen des jüdischen Volkes gegenüber dem gegenwärtigen Regime in Deutschland nicht präjudiziert. Dieser Antrag wurde zurückgezogen. Unsere Stellung zu der Frage der rein wirtschaftlichen Abmachung, die den Zweck hat, einen gewissen Teil des jüdischen Vermögens in Deutschland zu retten und es für den Aufbau von Erez Israel nutzbar zu machen, ist von gewissen Seiten absichtlich falsch interpretiert worden. Wir halten daher für nötig, festzustellen: Unsere jetzige Stimmabgabe wie überhaupt unsere Stellung zu solchen wirtschaftlichen Abkommen präjudiziert auf keinen Fall unsere Stellung und unsere Gefühle, sowie unsere Kampfstimmung gegen das heutige Regime in Deutschland. Zusammen mit der Demokratie und der sozialistischen Bewegung in der ganzen Welt führen wir den schärfsten Kampf gegen die Hitlerregierung. Der Kampf der internationalen Arbeiterbewegung ist auch der unsrige (Lebhafter Beifall). BERICHTERSTATTER Dr. RINGEL: Der nächste Vorschlag der Politischen Kommission lautet: VI. 1. Der Kongreß bestätigt den Beschluß des Aktionskomitees vom August 1932 in Bezug auf die French-Berichte sowie den Standpunkt, den die Exekutive der Jewish Agency in ihrem Memorandum über diesen Gegenstand folgendermaßen formuliert hat: Die Exekutive . .. vermag nicht, in der in den French-Berichten vorgeschlagenen Politik einen Umriß desjenigen Planes zu erblicken, den die Regierung offenbar beabsichtigte, als sie sich auf den „breiteren Zweck der Entwicklung, die die Regierung als die wirksamste Maßnahme zur Förderung des Aufbaues des Jü-