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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 501

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 501 (sequence 501)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8908-3485058
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Ringel 501 anschneide, hat aber auch einen anderen Aspekt: die jüdische Bevölkerung Palästinas kommt zum großen Teil aus europäischen Kulturstaaten. Wenn die Juden in vielen dieser Länder als fähig und würdig genug betrachtet werden, um ihnen hohe und sogar die höchsten Beamtenstellen anvertrauen zu können, so haben wir das unumstrittene Recht, zu verlangen, daß sie in ihrem eigenen Lande, wohin sie nicht auf Grund von Toleranz, sondern verbriefter Rechtstitel einwandern, die entsprechende Zahl von Beamtenposten in allen Zweigen der Verwaltung besetzen können. Wenn auf diesem Gebiete Wandel eingetreten wäre, dann hätte wohl die Lage von 600.000, aus ihren Lebensstellungen verdrängten und verzweifelten Juden Deutschlands nicht mehr ein so geringes Maß von Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft der Mandatsregierung erweckt, vielleicht geringer als die Lage der etwa 600 „displaced Arabs". Zu den Einzelfragen übergehend, teile ich mit, daß die Politische Kommission sich einerseits mit der Aufstellung der allgemeinen Richtlinien für die zionistische Politik in den nächsten Jahren befaßte und andererseits zu einer Reihe konkreter Probleme Stellung nahm. Unter diesen sind in erster Reihe zwei Fragenkomplexe zu erwähnen: a) das Problem der deutschen Juden und der Versuch einer Lösung desselben durch Verpflanzung eines großen Teiles derselben nach Erez Israel; b) die gesetzgeberische und Verwaltungstätigkeit der Palästina-Regierung, welche insbesondere in teilweise schon erlassenen, teilweise angesagten Gesetzen ihren Ausdruck findet. Es wurde auch das Verhältnis zu den Arabern und im Zusammenhang damit die Transjordanien-Frage einer Prüfung unterzogen. Außer der einen Grundfrage des Jüdischen Nationalheims, dem Boden und der Bodengesetzgebung, wurde die zweite, nämlich die Frage der Immigration, von der Politischen Kommission eingehend behandelt, was auch seinen Ausdruck in den entsprechenden Resolutionen fand. Von nicht unmittelbar mit dem Jüdischen Nationalheim verknüpften Fragen ist die Stellungnahme zum Plane eines Weltkongresses zu erwähnen. In Bezug auf diese Frage hat die Politische Kommission mit Rücksicht auf die wachsende Bedeutung der Galuthfragen und die Kompliziertheit der Sache und die Notwendigkeit einer gründlichen Klärung beschlossen, sie dem Aktionskomitee zur Stellungnahme zu übermitteln. Und jetzt, geehrter Kongreß, gehe ich zu einem Gegenstande über, ider weit vom Getümmel der Parteien entfernt ist und tief in den Gemütern des jüdischen Volkes verankert ist. Es handelt sich um die Abtragung einer Ehrenschuld dem Schöpfer des Zionismus gegenüber, welcher für sein Volk sein Leben und sein Vermögen geopfert hat. Es werden bald dreißig Jahre verflossen sein seit dem Tode übeodor Herzls. Sein letzter Wunsch war, daß seine Gebeine nach seinem Tode nach Erez Israel überführt werden. Dreißig Jahre sind verflossen, ohne daß dieser Wunsch bis heute erfüllt ist. Schon der XIV. Kongreß hat einen bindenden Beschluß in dieser Richtung gefaßt, welcher in feierlicher Weise auf dem XVI. und XVII. Kongreß

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