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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 499

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 499 (sequence 499)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8906-3485056
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Ringel 499 Ansiedlung der sogenannten displaced Arabs (dislozierte Araber) verwendet werden soll. Der Entwicklungsplan, soweit er bekannt ist, kann schon heute als im Widerspruch mit dem Prinzip der Parität zwischen Juden und Arabern stehend, bezeichnet werden, mit dem Prinzip, welches auch im MacDonald-Brief ausdrücklich anerkannt wurde. Auch die Frage der Verfassungsänderung in Form eines Legislative Council wurde von der Palästina-Regierung wieder aufgerollt, und zwar in einer vom High Commissioner vor der Ständigen Mandatskommission des Völkerbundes am 10. November 1932 abgegebenen, ganz eindeutigen Erklärung, daß der Legislative Council gleich nach Inkrafttreten der neuen Verordnung über die Gemeindeverwaltung geschaffen wird. Dies geschah trotz der wiederholt von der Exekutive präzisierten, absolut negativen Stellung diesem Projekte gegenüber. Neben dem Kolonialamt und der Palästina-Regierung bestand auch in dieser Periode die Notwendigkeit, die Interessen des Jüdischen Nationalheims am Sitze des Völkerbundes in Genf zu wahren. Die Führung der Geschäfte der Jewish Agency war auch in dieser Periode in den Händen von Dr. Jacobson, der sich seiner Aufgabe in geschickter und energischer Weise entledigte. Ich benütze die Gelegenheit, um von dieser Stelle aus Herrn Dr. Jacobson, welcher in einigen Tagen sein 25]ähriges Jubiläum im Dienste der Zionistischen Organisation feiert, im Namen der Politischen Kommission und sicherlich auch des ganzen Kongresses für seine langjährige opferwillige, mit Geschick und ohne Reklamesucht geführte Tätigkeit herzlichst zu gratulieren (Lebhafter Beifall) und den Wunsch auszudrücken, daß es ihm noch lange Jahre vergönnt sei, seine wertvolle Kraft der zionistischen Idee und der politischen Arbeit unserer Organisation widmen zu können (Langandauernder Beifall), Wenn wir, wie ich oben erwähnte, Grund haben, mit einer Reihe von entweder vollzogenen oder geplanten Verfügungen der Mandatarmacht unzufrieden zu isein, so ist diese Unzufriedenheit umso schärfer, wenn man bedenkt, daß das jüdische Volk in diesem Jahre in eine neue Periode seines Galuth-Daseins eingetreten ist. Die Ereignisse in Deutschland und die Tragik des deutschen Judentums haben im ganzen jüdischen Volke eine tiefe Erschütterung hervorgerufen. Aber auch in der ganzen nichtjüdischen Welt wurde es klar, daß die Judenfrage (was wir Zionisten immer betont haben), eine Weltfrage und ihre Lösung nicht nur akut, sondern brennend genannt werden kann. Das Verständnis für den Zionismus als Versuch einer integralen Lösung der Judenfrage dämmert auch in solchen Kreisen der nicht jüdischen Welt auf, welche dies bisher übersehen haben. Ansätze zu diesem Meinungsumschwung und zum Verständnis der Wichtigkeit des Nationalheims in Erez Israel als der einzigen Möglichkeit der Lösung der Judenfrage waren auch in den Reden im englischen Parlament während der historischen März- und Aprildebatten dieses Jahres sichtbar. Leider sind jedoch den Worten bisher keine Taten auf diesem Gebiete seitens der Mandatarmacht gefolgt. Trotz der Welle von Sympathie und Mitgefühl, welche die Katastrophe der deutschen Juden 32*

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