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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 498

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 498 (sequence 498)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8905-3485055
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498 ij. Kongreßsitzung: Bericht der Politischen Kommission PRÄSIDENT MOTZKIN (übernimmt den Vorsitz): Ich stimme dem Vorschlag Großmann, betreffend die Tagesordnung, zu, und erteile dem Vorsitzenden der Politischen Kommission, Herrn Senator Dr. Ringel, das Wort (es ist 4 Uhr 30 Min. morgens). ANTRÄGE DER POLITISCHEN KOMMISSION. BERICHTERSTATTER Dr. MICHAEL RINGEL (Mg., Ostgalizien — spricht jüdisch): Es sei mir gestattet, dem Berichte zu dessen Erläuterung einige allgemeine Bemerkungen vorauszuschicken. Auf dem XVII. Kongreß hatten wir die dornige Aufgabe, eine Bilanz der stürmischen zwei Jahre zu ziehen, welche die Unruhen des Jahres 1929, die Epoche der amtlichen Kommissionen und das ganze Passfield-Regime umfaßten. Die Periode zwischen dem XVII. und XVIII, Kongreß war gekennzeichnet durch den Abschluß der im Verfolg der antijüdischen Ausschreitungen vorgenommenen Untersuchungen über die Lage Palästinas. Erez Israel selbst zeigte in dieser Periode eine auffallend rasche Erholung und einen Zustand relativer Prosperität. In diese Periode fallen auch die Ereignisse in Deutschland und deren Auswirkung in Form einer wachsenden Auswanderung aus Deutschland nach Palästina. Die Beziehungen zur Mandatarm acht, welche im Zusammenhang mit dem Weißbuche Lord Paßfields und der ganzen Richtung seines Regimes eine ernste Spannung zwischen der Jewish Agency und dem Kolonialamt erfuhren, zeigten nach der Veröffentlichung des MacDonald-Briefes vom 13. Februar 1931, besonders aber nach dem Sturz der Labour-Regierung und dann nach den Neuwahlen vom Oktober 1931 und der Neubildung einer Nationalen Regierung eine erfreuliche Besserung. Der neue Kolonialsekretär Cunliffe-Lister, sowie auch der neue High Commissioner Sir Arthur Wauchope zeigten für die Bestrebungen und Forderungen der Exekutive ein sympathisches Verständnis und eine andere Auffassung der Probleme des Jüdischen Nationalheims als ihre Vorgänger. In diesem Zusammenhange muß auf die Stellung des englischen Parlaments nach den Ereignissen in Deutschland und die Sympathiebeweise für unser Volk mit Anerkennung hingewiesen werden. Es darf jedoch nicht verschwiegen werden, daß die Zustände noch weit davon entfernt sind, für uns zufriedenstellend genannt zu werden. Gerade in den letzten Monaten vor dem XVIII. Kongreß erfolgte eine Reihe von gesetzgeberischen und Verwaltungsakten der Mandatarmacht, welche Gegenstand von Unzufriedenheit und Beunruhigung bei uns bilden. In erster Reihe ist hier der Fragenkomplex zu erwähnen, der als Entwicklungsplan (Development Scherne) bezeichnet wird und das Ergebnis der verschiedenen Untersuchungskommissionen ist, die seit 1929 ins Land kamen. Das letzte Glied dieser Untersuchungen bilden die am 14. Juli 1933 veröffentlichten Berichte von Mr. French, welchem die Ankündigung der Regierung folgte, sie wolle eine Anleihe von zwei Millionen Pfund garantieren, wovon der achte Teil für die

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