Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 493 (sequence 493)
- Language
- German, English, Hebrew
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ävissar, Stupp, Dobkin 493 gen, daß auf diesem Gebiet absolute Aenderungen zu erfolgen haben, damit wir nicht Tausende von jüdischen Jugendlichen aus ihren Elternhäusern wegnehmen und zur Hachschara schicken, nur damit später einige Dutzende von Zertifikaten verteilt werden. Wir dachten, anstatt Tausende zur Hachschara und Dutzende nach Erez Israel zu schicken und die Hachschara schlecht zu führen, wäre es besser, zur Hachschara Hunderte zu schicken und die Jiachschara gut zu fähren. Wir haben verlangt, daß das Immigrationsdepartement der Jewish Agency diese Ansicht berücksichtigt, darüber berät und sobald als möglich eine andere Basis für die Verteilung der Zertifikate vorschlägt. ELIAHU DOBKIN (Arb., Erez Israel): Ich will hoffen, daß der Kongreß in dieser Frage nicht nach parteiischen Rechnungen und Ambitionen handeln wird. Wir wollen hoffen, daß in dieser Frage, die das Schicksal der chaluzischen Arbeit und der Hachschara betrifft, der Kongreß eine Möglichkeit finden wird, die von den Notwendigkeiten der chaluzischen Bewegung und nicht von parteiischen Motiven diktiert sein wird. In der Kommission gab es einen Vorschlag im Namen eines Teils der Kommission, die Verteilung der Zertifikate nicht nach dem Prinzip der Hachschara vorzunehmen, sondern nach dem Parteischlüssel auf dem Kongreß. Einen anderen Vorschlag gab es in der Kommission nicht. Es muß also jetzt entweder beschlossen werden, daß die Verteilung der Zertifikate auf dem Prinzip der Hachschara begründet sein oder daß sie nach der Parteizusammensetzung des Kongresses vor sich gehen soll. Es ist doch klar, daß man die Wahlen zum Kongreß nicht in einen Kampf um die Zertifikate verwandeln kann. Es ist ausgeschlossen, daß Leute, die keinen Zusammenhang mit der Alija und keine Ahnung von dem Zertifikatsystem haben, entscheiden sollen, wem Zertifikate zugewiesen werden können. Warum sollte man nur die Zertifikate so verteilen, warum sollte man nicht auch die Einwanderungserlaubnisse für Handwerker und andere so verteilen? (Zwischenrufe: Es gab keinen solchen Vorschlag.) Ich bin zufrieden, daß ein solcher Vorschlag nicht existiert. Es bleibt also nur der Vorschlag über die Verteilung der Zertifikate auf Grund der Hachschara. Ich bitte Sie, den Zusatzantrag der Minderheit anzunehmen. VORS. VIZEPRÄS. KAPLAN: Es gibt also einen Vorschlag der Kommissionsmehrheit, der besagt, daß die bestehende Ordnung bei der Verteilung der Zertifikate geändert werden soll, und der von dem Immigrationsdepartement verlangt, daß es neue Regeln festsetzt und in der nächsten Zeit den Palästinakommissionen mitteilt. Es gibt einen zweiten Vorschlag, wonach die Verteilung der Zertifikate unter den Chaluzorganisationen nach der Anzahl der Chaluzim, die sich auf Hachschara befinden, vorgenommen werden soll. Der Vorschlag der Kommissionsmehrheit wird mit 147 gegen 95 Stimmen abgelehnt. Der Minderheitsvorschlag der Kommission wird angenommen. \ Revisionisten und Misrachi verlassen den Saal. Der nächste Antrag lautet: