Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 492 (sequence 492)
- Language
- German, English, Hebrew
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492 ij. Kongreßsitzung: Bericht der Alija-Kommission erhöhen. Die Exekutive soll auf jeden Fall die Einwanderung der jemenitischen Waisenkinder nach Erez Israel ermöglichen. 4. Die Exekutive wird aufgefordert, soweit wie möglich auf den Stand der Einwanderung aus Deutschland, Rußland und Saloniki Rücksicht zu nehmen und mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln die Einwanderung von Juden aus den genannten Ländern zu unterstützen. Die Anträge i) bis 3) werden angenommen. DAVID AVISSAR (Arb., Erez Israel): Ich beantrage in Punkt vier nach „aus den genannten Ländern" einzufügen: „und von orientalischen Juden", Der Antrag 4.) wird mit dem Zusatz Avissar angenommen. Dr. ABRAHAM STUPP (Attg., Ostgalizien): Namens der Kommission beantrage ich, den Antrag der Minderheit der Kommission abzulehnen, welcher verlangt, daß folgender Satz in Punkt 2 hinzugefügt werden soll: Die Palästinaämter werden die Einwanderungszertifikate an die Chaluzim im Verhältnis zur Zahl der Chaluzim von jeder Gruppe zuteilen, die sich auf Hachschara befinden. Die Kommission hat sich mit der Frage der Verteilung der Zertifikate befaßt. Bisher pflegte diese Angelegenheit nach der Anzahl der Chaluzim1, die sich auf Hachschara befanden, geregelt zu werden. Dies hat der Hachschara geschadet. Man hat sich nicht so sehr um die Qualität der Hachschara gekümmert, als um die Zahl der Leute, die auf Hachschara gingen, da man wußte, daß diese Einfluß auf die Zahl der Zertifikate hatte, die jeder der Chaluz-Organisationen zugesprochen wurden. Man sandte Tausende von Menschen auf Hachschara (Zwischenruf von links: Ist das ein Unglück?) Wir geben zu, daß Hachschara notwendig ist und daß es ohne Hachschara für Chaluzim schwierig ist, sich in Erez Israel einzuordnen. Aber gerade aus diesem Grunde wollen wir, daß die Hachschara eine wirkliche ist. Bei der heutigen Lage lernt man fast nichts auf den Hachscharaplätzen und arbeitet nicht. Wo man 20 Leute für die Arbeit braucht, werden 50 geschickt. Menschen verhungern. Der hygienische Zustand ist ein schrecklicher. Die Hauptsache ist, daß man größere Zahlen aufweisen kann. In der extensiven Form, in der die Hachschara geführt wird, kann man den Leuten weder die hebräische Sprache, noch unsere kulturellen Werte oder irgendein Handwerk oder einen Beruf beibringen. Eine solche Hachschara ist fast ohne jede Bedeutung. Wir wollen eine Hachschara für ihre eigenen Zwecke und nicht zwecks Erlangung von Zertifikaten. Wir haben nach anderen Wegen gesucht, wie die Zertifikate verteilt werden könnten. Es gab verschiedene Vorschläge. Da es schon verschiedene Chaluzgruppen gibt, gab es eine Ansicht in der Kommission, daß es vielleicht am besten wäre, jeder Gruppe im Verhältnis zu ihrer Stärke auf dem Kongreß Zertifikate zuzuweisen. Andere waren der Ansicht, daß dieser Vorschlag ungerecht ist, da es Gruppen gibt, die viele Stimmen auf dem Kongreß, aber keine chaluzische Jugend besitzen. Die Mehrheit der Kommission war von dem Gefühl durchdrun-