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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 481

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 481 (sequence 481)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Rottenstreich 481 politik im palästinensischen Wirtschaftsleben reiche Früchte tragen. Leider aber sehe ich das nationale Kapital nicht und so müssen wir uns darauf einrichten, andere Wege zu gehen, um die ungebrochene Linie der Entwicklung Erez Israels zu sichern. Es ist nicht Sache meines Referates, die Frage zu behandeln, wie das Wachsen des Mißverhältnisses zwischen Landwirtschaft und städtischer Kolonisation zu verhüten sei. Niemand von uns kann verlangen, daß wir uns nicht bemühen sollten, landwirtschaftliche Kolonien zu gründen und auszubauen. Doch wie man es tut, das ist die Frage. Meiner Meinunng nach werden wir von der Exekutive verlangen müssen, daß sie sich zusammen mit den Fonds der Lösung dieses Problems widmet. Wir wollen und können nicht auf die Agrarisierung der Juden in Erez Israel verzichten. Es ist jedoch ein Glück, daß gerade in der Zeit, in der kein nationales Kapital zufließt, privates Kapital ins Land kommt. Auch dieses ist in gewisser Hinsicht nationales Kapital, und deshalb müssen wir alles daransetzen, daß es ins Land kommen und sich dort investieren, daß es bauen und schaffen kann, müssen ihm die Verwurzelung ermöglichen, damit es mit Erez Israel verwachsen sei, auf daß Erez Israel ihm nicht nur Nachtasyl, sondern der Platz für Werk und Wirken im eigenen und im nationalen Interesse sei. Nur wenn wir eine Politik der Vereinigung der beiden Interessensphären betreiben, wird Erez Israel sich entwickeln und wir werden im Verlauf der nächsten Jahre keine Wirtschaftskrise im Lande haben. Die Resolutionen, die ich dem Kongresse im Namen unserer Subkommission vorlege, sind Forderungen und Wünsche an die Adresse der Exekutive. Ich hoffe, daß der Kongreß sie annehmen wird. Sie lauten: A. Richtlinien für die zionistische Wirtschaftspolitik. 1. Der Kongreß stellt mit Genugtuung die günstige wirtschaftliche Entwicklung des Jischuv in Erez Israel während der letzten zwei Jahre fest. Menschen und Kapitalien sind in starkem Maße in das Land geströmt und haben ihm neue ökonomische Energien zugeführt. Zahlreiche neue industrielle Unternehmungen sind entstanden, während die bestehenden sich ständig ausgebaut haben. Der Jischuv hat nicht nur die Arbeitslosigkeit liquidiert und den neuen Einwanderern Arbeit und Existenz verschafft, darüber hinaus besteht eine ständig wachsende Nachfrage nach neuen Arbeitskräften. Die Ansiedlung städtischer Arbeiter und damit deren Konsolidierung und Krisenfestmachung hat große Fortschritte gemacht. Das Wachstum und die Konsolidierung des Jischuv, sowie die Verbesserung der objektiven wirtschaftlichen Bedingungen — Haifaer Hafen, Jordan-Elektrizitätswerk, Pipe-Line usw. — eröffnen neue, weite Perspektiven für den weiteren wirtschaftlichen Aufstieg in Erez Israel. 2. Gleichzeitig stellt der Kongreß mit Sorge eine Reihe von Erscheinungen fest, die geeignet sind, die gesunde wirtschaftliche Entwicklung Palästinas zu stören und zu gefährden. a) Die Drosselung der jüdischen Einwanderung trotz starken Bedarfes an neuen Arbeitskräften gefährdet die jüdische Arbeit und zerstört zahlreiche neue ökonomische Möglichkeiten. 31

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