Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 468 (sequence 468)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476290--8875-3485025- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
468 ij. Ko7igreßsitzung: Bericht der Budgetkommission tutionen. Ohne eine bestimmte Subvention von der Exekutive aber kann das Technikum sein Budget nicht regeln. Außer den bewilligten Posten lagen uns verschiedene Anträge auf Subventionen vor, die wir leider nicht bewilligen konnten. So sind in dem Budget für Erziehung die Kindergärten nicht enthalten. Wir erkennen die Bedeutung dieser Institutionen an, wir hatten aber leider kein Geld dafür. Man hat für diesen Zweck anfangs iooo Pfund verlangt und die Forderung später auf 600 Pfund reduziert. Wir haben die Sache der Exekutive zur Behandlung übergeben. Ferner wurden Subventionen für Abendkurse und den Waad Halaschon verlangt, leider mußten wir aber auch diese Ersuchen ablehnen. Dagegen ist eine Forderung von der Waadath Hatarbuth bezüglich einer alten Schuld von 1200 Pfund, welcher Betrag ihr von der Exekutive zusteht, als berechtigt anerkannt worden und wir haben die Exekutive aufgefordert, die Schuld zu tilgen. Ein ähnlicher Fall lag auch in Bezug auf eine Schuld der Exekutive an das Technikum in der Höhe von 475 Pfund vor. Auch der Posten für Handel, Industrie und wirtschaftliche Arbeit in der Höhe von 2400 Pfund hat uns viele Schwierigkeiten bereitet. Die Exekutive hat ein£n Posten für Handel und Industrie in der Höhe von 2400 Pfund und einen zweiten Posten für wirtschaftliche Arbeit, worunter die Arbeit des Departements von Neumann gemeint ist, vorgeschlagen. Die Kommission hat vor Allem gefunden, daß es keinen Grund gibt, diese beiden Posten zu trennen. Wir haben sie daher in einen Posten vereinigt. Zu unserem großen Bedauern waren wir aber nicht imstande, den gesamten, von der Exekutive vorgeschlagenen Betrag zu bewilligen. Wir haben unter anderem erklärt, daß es schon heute in Erez Israel viele parallele Institutionen gibt, die sich mit solchen Angelegenheiten befassen, so z. B. den American Economic Board unter der Leitung des Herrn Levin Epstein und andere Bureaus für Information, so die Industriellen-Vereinigung usw. Wir geben zwar zu, daß es gewisse zentrale Aufgaben auf diesem Gebiet für die Exekutive gibt. So hat z. B. die Exekutive ein Musterwerk auf dem Gebiete der Statistik herausgegeben^ das sehr reiche Informationen enthält. Dieses Werk wurde von dem Mitglied der Exekutive, Herrn Farbstein, vorbereitet. Wir schätzen diese Arbeit, aber bei der schweren finanziellen Lage, in der wir uns befinden, waren wir nicht imstande, einen größeren Betrag für ähnliche Arbeiten zu bewilligen. Subventionen für religiöse Zwecke wurden mit 500 Pfund festgesetzt. Ich betrachte diesen Posten im Budget als genau ebenso wichtig wie andere Budgetposten. In der Kommission wurde ein Antrag eingebracht, diese Subvention mit 1000 Pfund festzusetzen. Leider wurde aber in der Kommission mit einer Mehrheit von 6 zu 4 Stimmen der Betrag von 500 Pfund beschlossen. Ich glaube, daß es lächerlich ist, eine solche Summe für religiöse Zwecke in Erez Israel einzusetzen. Es gibt verschiedene religiöse Zwecke für Schulen usw., die vom Misrachi direkt gedeckt werden. Hier handelt es sich aber um einen Betrag für Schochtim in verschiedenen Siedlungspunkten und für ähn-