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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 457

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 457 (sequence 457)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8864-3485014
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Schurer, Krämer, üerlo 457 man zur Liebe nicht zwingen kann. Es haben in vielen Ländern einheitliche Landesverbände bestanden, aber sie sind auseinandergegangen, man hat sich nach Richtungen geschieden. Warum läßt die Linke die Keren Hajessod-Kommissionen und auch die anderen Kommissionen unbeschickt oder arbeitet nicht mit? Alle Gruppen sind dort vertreten, aber manche Gruppen sieht man nicht an der Arbeit. Wahlen zum Territorial verband sind gefährlich. Die Wahlen zum Kongreß nehmen scharfe Formen an, aber es geht da um große Probleme. Die Wahlen zum Territorialverband werden zu Kämpfen niedrigster Art werden und es ist sehr gefährlich, einen Kampf zwischen Links und Rechts zu entfachen, damit wird dem Zionismus nicht genützt, weder nach innen noch nach außen hin. Ich sage das in vollster Ehrlichkeit. Wir wollen eine Gemeinsamkeit, aber sie haben den Namen Territorialverband zu einer leeren Hülse gemacht. Wir können dem zustimmen, daß die Exekutive sich dort um den Territorialverband bemüht, wo die Landsmannschaften ihn wollen. Dr. GUR AR JE TERLO (Arb., Westgalizien): Wenn die Revisionisten erklären, daß sie gegen den Territorialverband sind, dann denken wir an die Konferenz von Calais und bei den Misrachisten an die Konferenz in Krakau. Und wenn die Allgemeinen Zionisten hier so pathetische Reden gegen allgemeine zionistische Arbeit halten, so geschieht es darum, weil der alte Adressat der zionistischen Monopole seine Adresse nicht verlieren will. Es ist eine historische Notwendigtkeit, daß wir uns zusammentun. Unser gemeinsames Schicksal bringt uns zum Territorialverband. Die alte Tradition des Zionismus führt dazu. Wir müssen der Zersplitterung ein Ende setzen. Die Linken verlangen das seit sechs oder acht Jahren. Die Aufgabe des Territorialverbandes ist die Koordierung und Ueberwachung der Arbeit der gemeinsamen Institutionen sowie gemeinsame Diskussion über die Methoden. Wir haben viele Fonds im Zionismus, die die Grenzen überschreiten, und dadurch leidet das Ziel, für welches die Fonds geschaffen sind. Der Territorialverband wird auch die Möglichkeit gegenseitiger Information geben. Wir kennen einander nicht, und aus der Ignoranz kommt der Haß. Der Territorialverband wird durch gegenseitige Information gewisse positive Resultate herbeiführen. Wichtig ist auch die Aenderung der Adresse: Die Exekutive wendet sich ständig nur an die Allgemeinen Zionisten, die heute nicht mehr der einzige Adressat des Zionismus sind. Die gemischten Aemter wurden bisher fast nur von Allgemeinen Zionisten beschickt; in allen anderen Parlamenten verteilt man die Aemter zwischen die einzelnen Parteien. Amerika wird aufhören bevorzugt zu sein. Die Organisation hat dort 40.000 Mitglieder, die nicht mehr als 50.000 Pfund für Keren Hajessod leisten. Ich verweise auf unser überaus knappes Budget. Weil es keine Verständigung zwischen, den Gruppen gibt, gibt es aber auch keine Arbeit.

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