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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 455

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 455 (sequence 455)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8862-3485012
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Werber, Rothenberg, Tlaback 455 gliederschaft besteht aus etwa 40.000 Männern und Frauen. Sie haben die Verantwortung für die gesamte zionistische Arbeit, die in den Vereinigten Staaten geleistet wurde, getragen. Die Zionistische Organisation hat in den Jahren 1921 bis 1929 die Hälfte der durch den Keren Hajessod gesammelten Gelder aufgebracht. Die „Hadassah" hat Millionen für sanitäre Arbeit in Palästina aufgebracht. Selbst in den beiden letzten Jahren, während der Krise in unserm Lande, hat die Zionistische Organisation in Amerika mehr Geld aufgebracht, als alle europäischen Länder, mit Ausnahme Englands, zusammengenommen. Jetzt also wird der Vorschlag gemacht, diesen Körperschaften die Verantwortung zu entziehen und sie dagegen einer Gruppe zufälliger, gelegentlicher Schekelzahler aufzubürden, die aus den verschiedensten Elementen bestehen, keine feste Organisation haben, wo Parteiunterschiede bestehen usw. Was hat solch ein Vorschlag für einen Sinn? Er wird einzig und allein jenen das Verantwortungsgefühl nehmen, die es bisher in starkem Grade gehabt haben, und es Kräften übertragen, deren wir ganz ungewiß sind. Wenn Ihr durchaus ein Experiment mit einer neuen Organisation machen wollt, so macht es doch in einem Land, wo es einige Aussicht auf Erfolg hat oder wo es gebraucht wird. Die Zionistische Organisation, die „Hadassah" und die Poale Zion, sind alle gegen dieses Experiment. Ich habe mit Herrn Locker darüber gesprochen, der, glaube ich, die Schwierigkeiten und Gefahren eines solchen Planes für die Vereinigten Staaten einsieht und der, wie ich glaube, mit folgendem Verbesserungs-Antrag, den ich vorschlage, einverstanden ist: Die Exekutive hat das Recht, Verfügungen der den Territorialverband betreffenden Resolutionen so zu ändern oder zu modifizieren, daß sie den lokalen Bedingungen der verschiedenen Länder entsprechen. RABBINER ISRAEL TABACK (Misr., Amerika — spricht jüdisch): Wir alle wissen schon, daß die Stimmen, die von der rechten Seite dieses Saales kommen, vergeblich sind. Denn die Linke stimmt nicht auf Grund logischer Argumente, sondern nur der Rechtem zum Trotz. Es gab hier heute viele Fragen, in denen die Linke, wenn sie logisch gedacht hätte, mit uns hätte stimmen müssen. Blinder Parteihaß hat das verhindert. Was nun den Territorialverband betrifft, so erkläre ich hier als Vertreter der jüdischen religiösen Schichten der Vereinigten Staaten: Der Territorialverband ist Gift für die Zionistische Organisation Amerikas. Es ist eine Tatsache, daß man, wenn man Geld braucht, in die Synagogen zum religiösen Juden kommt. Auch Eure Gewerkschaftskampagne, Euer politischer Fond, wird von den religiösen Juden gestützt, und auch Eure Mehrheit hier habt Ihr religiösen Juden zu verdanken. Wenn Ihr aber jetzt den Territorialverband beschließen werdet, dann werden nicht nur Euch, sondern dem Zionismus überhaupt Tür und Tor vor der Nase zugeschlagen werden. Und daher appelliere ich an Euch, der Zionistischen Organisation den Territorialverband nicht aufzuzwingen.

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