Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 453 (sequence 453)
- Language
- German, English, Hebrew
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Federhusch, Werber 453 tüchtigkeit eine andere Lage geschaffen. Man darf aber nicht durch Wahltüchtigkeit die Wirklichkeit korrigieren und den realen Einfluß zionistischer Parteien mindern wollen, die sich in einem anderen Lager befinden. Man soll nicht durch Gewalt und Majorität versuchen, die Parteiverhältnisse zu verschärfen. Ich schlage daher vor, daß der Kongreß den Antrag auf Errichtung der Territorial verbände ablehnt, FISCHEL WERBER (Arb.y Ostgalizien): Es wurde hier soeben darüber gesprochen, daß die Bewegung mit ihren hunderttausenden von Schekelzahlern nicht das Bild der Stärke der Bewegung, wie sie wirklich ist, widerspiegelt. Man hat hier über den Widerspruch zwischen dem Vordringen des Zionismus unter den Massen und der Schwäche der Zionistischen Organisation gesprochen. Wir stehen nun vor dem Problem, wie man diese hunderttausende von Schekelzahlern zur Arbeit heranzieht und sie für das Schicksal der zionistischen Bewegung mitverantwortlich macht. Und mir scheint, daß gerade die Allgemeinen Zionisten, die so viel von Einheit, Vollständigkeit und Klal Israel sprechen und behaupten, daß der Fraktionismus die Bewegung zerstört, doch nicht erschrecken sollten, wenn man von einer Vereinigung spricht (Unruhe. Dr. JAKOB WIRKLICH [Allg., Ostgalizien]: Wir werden die Organisation zerbrechen. DER VORSITZENDE ruft ihn zur Ordnung). Aber nicht nur heute, wo wir 44 Prozent des Kongresses ausmachen, sondern auch als wir 22 Prozent und sogar nur 16 Prozent auf den Kongressen zählten und die Allgemeinen Zionisten in der absoluten Majorität waren, waren wir für einen Territorial verband und fürchteten uns nicht vor der Majorisierung durch andere Parteien; Herr Dr. Schwarzbart tritt hier mit einem sonderbaren Standpunkt auf. Entweder, sagt er, sollen alle Landesverbände aufgelöst werden — dann müßte man doch auch den Weltverband der Allgemeinen Zionisten auflösen, und ich bezweifle, daß Herr Dr. Schwarzbart dem zustimmen würde — oder es soll alles beim Alten bleiben, voll Zerrissenheit und Zersplitterung. Die zionistische Bewegung hat nie Einheitlichkeit auf ideologischem Gebiet verlangt, aber die zionistische Bewegung will und soll eine Einheit der XLat darstellen und die Verschiedenheiten der Ideologie den Parteien überlassen. Der Territorialverband hat nicht die Aufgabe, politische Resolutionen zu beschließen oder sich mit ideologischen Richtungen zu befassen, sondern er hat die tagtägliche Arbeit zu leisten, vor allem die Beschlüsse des Kongresses auszuführen. Stellen wir uns doch nur die Koordinierung der Tätigkeit des Keren Hajessod und Keren Kayemeth und der verschiedenen Sammelaktionen vor, damit sie einander nicht durchkreuzen. Diese Koordination allein ist schon von Bedeutung. Dr. Schwarzbart hat hier gesagt, daß er für den Vorschlag von Ben Gurion stimmen würde. Ich will nun fragen, welche Allgemeinen Zionisten für den Vorschlag von Ben Gurion in der Kommission gestimmt haben, als wir ihn dort vorbrachten. Herr Dr. Schwarzbart hat gesagt, es werde eine Zeit kommen, in der man diese Territorial verbände errichten