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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 433

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 433 (sequence 433)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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W ahrhafiig, Mereminski 433 inneren Festigkeit, ihrem geschlossenen Willen und ihrer Disziplin ist auch das Wachstum des nationalen Kapitals abhängig. Eine Organisation wie die Zionistische Weltorganisation ist kein technischer Begriff, keine mechanische Verbindung, sondern ein großer Freiheitsbund von Hunderttausenden hartnäckiger Dickschädel der jüdischen Welt^ welche organisiert kämpfen wollen und müssen, welche den Weg nach Erez Israel bahnen und bahnen müssen für ein selbständiges produktives Leben des jüdischen Individuums und der jüdischen Volksgemeinschaft. Unsere Aufgabe ist es nicht, die große Zahl der Schekelzahler und der Wähler zu vermindern, sondern das „spezifische Gewicht" des Schekelzahlers zu erhöhen. Von diesen grundsätzlichen Erwägungen war die Organisationkommission durchdrungen, welche dieser XVIII. Kongreß eingesetzt hat. Das Verantwortungsgefühl gegenüber der zionistischen Bewegung, gegenüber unserem Werk in Erez Israel, das Verantwortungsgefühl für das Schicksal der jüdischen Massen der ganzen Welt hat auch die Vorschläge durchdrungen, welche ich vor den Kongreß zu bringen die Ehre habe. Von diesem Geist sind besonders unsere Anträge über Disziplin, über die Verstärkung der Organisation, über die Schaffung starker und aktiv tätiger Stützpunkte der Weltbewegung in jedem Lande, durchdrungen. Die Kommission sah die große Bewegung vor sich und hat sich bemüht, alles zu tun, um diese Bewegung noch zu vergrößern, jedoch gleichzeitig die Bindung des Einzelnen an die Organisation zu vertiefen und zu verstärken, wobei aber die gesetzlich und traditionell anerkannte Autonomie der Körperschaften und ideologischen Gruppen, die eine natürliche und sinnvolle Begleiterscheinung des Zionismus sind, unbedingt gewahrt bleiben soll. Der Massencharakter der Bewegung verpflichtet uns nach der Meinung der Kommission jetzt mehr als je, die Traditionen der Organisation und der Kongresse zu wahren, die Traditionen der Demokratie, Gedankenfreiheit, Freiheit der schriftlichen und mündlichen Kritik, die Rechte ideologischer Gruppen in der Bewegung und die organisatorische Autonomie innerhalb der spezifischen Aufgaben der Landesverbände. Doch heute stehen wir vor der Forderung, auch eine neue Tradition zu schaffen, die Tradition treuer, disziplinierter Zugehörigkeit des zionistischen Individuums und der zionistischen Gruppen zur Organisation, die neue Tradition persönlicher und kollektiver Verantwortung für die Ausführung von Kongreßbeschlüssen auf dem Gebiete des Palästinaaufbaus, der Organisation, der Politik, der zionistischen Erziehung usw. Aus diesem Kongreß müssen wir alle mit der großen Sorge gehen, die moralische Disziplin zu heben und auch die kollektive organisatorische Disziplin einzuführen, welche die Vorbedingung für eine so große und ideologisch differenzierte Volksbewegung wie die unsere ist. In der Kommission war auch eine Stimme vernehmbar, die der Ansicht Ausdruck gab, daß keine Beschlüsse über Disziplin gefaßt werden müssen. Diese Ansicht wurde nicht etwa mit der Selbstverständ- 28

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