Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 432 (sequence 432)
- Language
- German, English, Hebrew
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432 Kongreßsitzung: Beriebt der Organisatioitskommission SERACH WAHRHAFTIG: Ein formeller Antrag darf auch mit sachlichen, nicht rein formalen Motiven begründet werden. Man stimmt ja über den Antrag ab und nicht über die Motive. Mit der Formulierung des Vorsitzenden bin ich nicht einverstanden. Ich beantrage nochmals, über den Vorschlag der Kommission zur Tagesordnung hinwegzugehen. Bei der Abstimmung wird der Antrag Wahrhaftig mit 113 gegen 65 Stimmen abgelehnt; damit ist Punkt i) der Kommissions anträge (Haolam), gemäß dem angenommenen Antrag Sprinzak, an die Exekutive verwiesen. Präsident Motzkin übernimmt den Vorsitz: BERICHT DER ORGANISATIONSKOMMISSION. BERICHTERSTATTER ISRAEL MEREMINSKI (Arb., Erez Israel — spricht jüdisch): 830.000 Schekelzahler, 530.000 Wähler, das ist keine Bewegung mehr bloß zu Nutzen des Volkes, sondern die Volksbewegung der jüdischen Renaissance und des jüdischen Befreiungskampfes. Die Hunderttausende sind ohne Zweifel ein Ergebnis der großen Judennot in der Welt, ein Ergebnis des lebhaften Interesses der jüdischen Massen an einem möglichst schnellen Aufbau der Jüdischen Heimstätte in Erez Israel. Der Schekel, der Kongreß, die Zionistische Organisation, welche durch 36 Jahre für den Aufbau von Erez Israel gesorgt und Begeisterung zu wecken versucht hatten, sind in den Augen des Volkes jetzt mehr denn je Träger des chaluzischen Aufbauprozesses in Erez Israel selbst geworden. Große Massen beteiligen sich am Kongreß, denn noch größer sind die Massen, die des Zionismus, die Palästinas bedürfen, die jetzt auf die Schicksalsstunde ihrer Alija und Kolonisation warten. Das Anwachsen der Bewegung, der Zahl der Schekelzahler und Wähler, macht den Zionismus groß in den Augen des Volkes und der Völker — das ist jedoch nicht nur kein Verdienst, sondern vielmehr eine große Verantwortung. Wir erscheinen heute vor uns selbst und vor der Welt gleichzeitig als Gläubiger und Schuldner. Die Zionistische Organisation wird heute durch die bittere jüdische Not, durch den Hunger nach Arbeit und den Heimstätte-Hunger unserer Generation zu großen Leistungen aufgefordert; ihr ziffernmäßiges Wachstum muß heute nach außen und nach innen ausgenützt werden, für unseren außenpolitischen Kampf sowohl wie für die Vertiefung und Verstärkung des zionistischen Einflusses auf das gesamte jüdische Leben. Wenn wir das in den nächsten zwei Jahren zu leisten imstande sind, dann wird nicht nur die Zionistische Organisation selbst konsolidiert und gestärkt, sondern zusammen mit ihr die nationale Kolonisation erneuert werden, dann wird auch unser Schatz an Chaluziuth und chaluzischer Alija sich mehren, dann wird auch die Volksalija ihre bedeutungsvollen Ziele erreichen. Von der Stärke der Organisation, von ihrer Einheitlichkeit, ihrer