Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 431 (sequence 431)
- Language
- German, English, Hebrew
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Locker, Lubianiker, Wahrhaftig 431 SERACH WAHRHAFTIG (Misr., Polen): Wir sind gegen Subventionen für den Haolam, weil der Haolam nicht objektiv geführt wird und nicht der ganzen Bewegung, sondern nur einem ihrer Teile dient. Ich beantrage daher, über diesen Vorschlag der Kommission zur Tagesordnung überzugehen. VORS. VIZEPRÄS. GRÜNBAUM nimmt nun unter großem Lärm der Rechten die Abstimmung über den Antrag Sprinzak, den Punkt i) der Kommissionsvorschläge an die Exekutive zu verweisen, vor. Dafür stimmen 88 Delegierte, während auf die Aufforderung des Vorsitzenden zur Gegenprobe Revisionisten und Misrachi in Lärm ausbrechen und die Abstimmung nicht zidassen wollen. Der Vorsitzende erklärt den Antrag Sprinzak als angenommen und will nun zum nächsten Punkt der CagesOrdnung, den Vorschlägen der Organisations-Kommission, schreiten. Revisioniste?i und Misrachi lassen ihn aber nicht zu Worte kommen und rufen, daß sie kein Vertrauen zum Vorsitzenden hätten. VORS. VIZEPRÄS. GRÜNBAUM: Es liegt ein Antrag vor, dem Vorsitzenden das Mißtrauen auszusprechen. Wer ist dafür? (Nach erfolgter Abstimmung, die die Rechte, ohne sich zu beteiligen,?nit lautem Lärm begleitet:) Der Mißtrauens-Antrag ist abgelehnt (Lebhafter Beifall). Dr. ABRAHAM WEINSCHALL (Rev., Erez Israel) will, unter Zurufen der Linken, das Wort ergreifen. Auf die Frage des Vorsitzenden, worüber er sprechen wolle, erklärt Dr. Weinschall: Zur Ordnung der vorgenommenen Abstimmung. Vors. Vizepräs. Grünbaum läßt das nicht zu, mit dem Hinweis darauf, daß die Abstimmung bereits beendet sei, worauf Dr. Weinschall protestierend die Vribüne verläßt. Das Wort erhält nun der Referent der Organisationskommission, Delegierter Mereminski. Da aber die Revisionisten und Misrachisten de?i Redner nicht zu Worte kommeyi lassen, ordnet der Vorsitzende eine Pause von fünf Minuten an. (Nach Wiederaufnahme der Sitzung:) VORS. VIZEPRÄS. GRÜNBAUM: Es wurden hier Beschuldigungen gegen die Redaktion des Haolam erhoben, daß die Zeitung nicht objektiv geführt werde, und auf Grund dieser Beschuldigungen wurde beantragt, über den Antrag der Kommission zur Tagesordnung überzugehen. Dieser Antrag, der ein rein formaler sein müßte, entspricht der Geschäftsordnung nicht, da in ihm Beschuldigungen gegen die Redaktion des Haolam erhoben wurden; daher habe ich die Abstimmung über den Antrag in der vom Delegierten Wahrhaftig gebrachten Form nicht zugelassen. Ich bin aber bereit, über folgende Fassung abstimmen zu lassen: Der Kongreß erklärt, daß der „Haolam" nicht objektiv redigiert wird und deshalb keine Subvention von der Zionistischen Organisation zu erhalten hat.