Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 429 (sequence 429)
- Language
- German, English, Hebrew
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Sohar, Neustadt, Rosenbek 420 (ELIESER KAPLAN: Wer hat Ihnen das Recht gegeben, im Namen der hebräischen Kultur zu sprechen?). Derjenige, der Ihnen das Recht gab, gegen ihre Interessen zu handeln. VORS. VIZEPRÄS. GRÜNBAUM: Wir gehen nun zur Abstimmung über die Beschlußanträge der Kommission für die hebräische Kultur in der Diaspora über. Antrag a) wird einstimmig angenommen. Der Antrag, die Vorschläge b) bis b) dem A.C. zur Behandlung und Beschlußfassung zu übergeben, wird?nit 87 gegen 66 Stimmen abgelehnt. Dr. N. SOKOLOW (Präs der Zion. Org.): Ich schlage vor, daß der Kongreß die Anträge b) bis h) der Kommission prinzipiell annimmt, die Bearbeitung der Einzelheiten aber dem A.C. überläßt. VORS. VIZEPRÄS. GRÜNBAUM: Ein ähnlicher Vorschlag lag bereits vor und wurde abgelehnt. SCHMUEL ROSENHEK (Allg., Polen): Ich beantrage En bloc- Abstimmung über die Anträge der Kommission. Der Vorschlag auf E?i bloc-Ab Stimmung wird abgelehnt. Punkt b) ivird mit 109 gegen 25 Stimmen angenommen. Punkt c) wird mit Stimmenmehrheit angenommen. MELECH NEUSTADT (Arb., Polen — spricht jüdisch, von den Revisionisten mit Rufen: Ivrith! unterbrochen): So lange Ihr untereinander stets russisch sprecht, gestatte ich mir, einmal ausnahmsweise auch nicht hebräisch zu sprechen! Der Kongreß hat noch keine Beschlüsse über das Budget gefaßt, daher können wir über den Antrag d) nicht beschließen. Wenn wir unserer Einnahmen nicht sicher sind, wird ein solcher Beschluß nicht ausgeführt werden können. Es ist auch noch die Frage, welche Institutionen mit diesem Paragraphen gemeint werden. Es ist möglich, daß Schulen von dieser Seite (deutet auf die Revisionisten) in hebräischer Sprache geführt und antizionistisch sein werden; und ich kann mir gut vorstellen, daß Schulen mit jiddischer Unterrichtssprache national und zionistisch sein können. Ich glaube daher, daß Punkt d) weder budgetär noch ideologisch akzeptiert werden kann. SCHMUEL ROSENHEK: Wegen der budgetären Seite haben wir uns einigemal an die Budgetkommission gewandt, sie hat uns aber trotz ihres Versprechens bisher nicht eingeladen. Was nun die Bedeutung dieser Kulturinstitutionen anbelangt, so erkläre ich hier und ich glaube, daß der größte Teil der Zionistischen Organisation dem zustimmen wird, daß die hebräische Sprache und Erziehung an und für sich einen zionistischen Inhalt darstellt und für Erez Israel vorbereitet. VORS. VIZEPRÄS. GRÜNBAUM: Gestatten Sie mir, im Namen des