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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 426

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 426 (sequence 426)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8833-3484983
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426 i\5- Kongreßsitzung: Bericht der Kulturkommission Kultur- und Erziehungsorganisationen in den Ländern der Diaspora eine entsprechende Subvention zu bewilligen. e) Mit Rücksicht darauf, daß die offizielle Sprache des Kongresses nach den Statuten der Organisation das Hebräische ist, beschließt der Kongreß, daß die offizielle Zeitung und das offizielle Protokoll des Kongresses in hebräischer Sprache zu erscheinen haben. f) Der XVIII. Zionistenkongreß verpflichtet alle zionistischen Organisationen und Institutionen, die Korrespondenz untereinander, in hebräischer Sprache zu führen. g) Der Kongreß stellt mit Bedauern fest, daß der Beschluß des XII. Kongresses, der die Beamten der zionistischen Institutionen verpflichtet, die hebräische Sprache im Laufe eines Jahres zu erlernen, bis heute nicht verwirklicht wurde. Der Kongreß verpflichtet die Exekutive, eine strenge Kontrolle in den Institutionen durchzuführen, die die sofortige Verwirklichung dieses Beschlusses sichert. Der Kongreß setzt als unübertretbares Gesetz fest, daß eine Vorbedingung zur Aufnahme neuer Beamter die Kenntnis der hebräischen Sprache sein muß. h) Der Kongreß fordert die Exekutive auf, Möglichkeiten zur Gründung eines hebräischen Tagblattes im Galuth zu suchen. i) Der Kongreß fordert die Exekutive auf, ihr offizielles hebräisches Zentralorgan „Haolam" auszubauen, sodaß es seine Aufgabe als literarische und zionistische hebräische Tribüne sowie als Sammelpunkt für sämtliche Kreise der hebräischzionistischen Ideologie erfüllen kann. RABBI ELIMELECH NEUFELD (Misr., Polen — spricht hebräisch): Im Namen der Misrachi-Fraktion habe ich die Ehre, folgende Erklärung abzugeben: Der Misrachi hat seine besondere Auffassung über das Wesen der originalen jüdischen Kultur; , der Misrachi kann durchaus nicht der Auffassung beistimmen, daß die jüdische Kultur sich auf den Kultus der Sprache und der jüdischen Geschichte beschränken soll. Die originale jüdische Kultur ist die, welche sich auf die Kenntnis der jüdischen Thora gründet und die junge Generation im Geiste der Thora und ihrer Tradition erzieht. Da wir erkennen, daß die Arbeit der Organisation „Tarbuth" in der Diaspora diesem Geist nicht entspricht, haben wir uns an der Arbeit der Kommission für kulturelle Angelegenheiten in der Diaspora nicht beteiligt; wir werden für ihre Vorschläge nicht stimmen und für ihre Beschlüsse keine Verantwortung tragen. VORS. PRÄS. MOTZKIN beraumt eine Sitzungspause von 10 Minuten an. Nach der kurzen Unterbrechung übernimmt den Vorsitz VIZEPRÄS. JIZCHAK GRÜNBAUM: Das Präsidium findet, daß es in den Beschlüssen der Kommission für Kultur in der Diaspora verschiedene Teile gibt, die mit Fragen der Organisation und des Budgets zusammenhängen. Die Anträge der Kommissionen für Organisation und für Budget wurden uns noch nicht vorgelegt. Wir können daher über diese Teile jetzt nicht verhandeln. Das Präsidium schlägt jetzt vor, alle Anträge von Punkt b bis h dem Aktionskomitee zu übergeben, damit dieses beschließe, in welcher Form diese Anträge durchzuführen sind. Das soll selbstverständlich als keine Geringschätzung der hebräischen Sprache und hebräischen Kultur betrachtet werden. ABRAHAM LEWINSOHN (Arb., Polen — spricht hebräisch): Ich

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