Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 425 (sequence 425)
- Language
- German, English, Hebrew
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Sobar 425 nähme der hebräischen verlegt wird. Dies bezieht sich auch auf die Literatur der Kongresse. Wohl ist auf diesem Kongreß ein gewisser Fortschritt zu verzeichnen, wohl hat die Exekutive, nach großem Kampf, eingewilligt, auf diesem Kongresse eine hebräische Kongreßzeitung erscheinen zu lassen. Doch sehen Sie sich bitte diese Zeitung an. Nach allen Informationen, die wir erhalten haben, ist es uns klar geworden, daß die hebräische Kongreßzeitung ganz stiefmütterlich behandelt wurde. Diesem Zustand muß ein Ende gemacht werden. Auch das Protokoll dieses Kongresses versprach die Exekutive in hebräischer Sprache verlegen zu lassen. Noch wissen wir nicht, ob sie dieses Versprechen einhalten und wie das hebräische Protokoll aussehen wird. In Zukunft kann diese Sache nicht der freien Entscheidung der Exekutive überlassen werden. Das Erscheinen der hebräischen Kongreßzeitung und der hebräischen Protokolle kann nicht ein Gnadenakt der Zionistischen Exekutive bleiben. Der Kongreß muß klar beschließen, daß die Zeitung und das Protokoll des Kongresses in der offiziellen Sprache des Kongresses, in Hebräisch, erscheinen müssen. Nebst diesen Vorschlägen, die die Fragen der hebräischen Kulturarbeit seitens der Zionistischen Organisation und die Hebräisierung der Zionistischen Organisation behandeln, legen wir dem Kongresse noch einige Vorschläge vor, die darauf hinzielen, ein Band zwischen der Zionistischen Organisation, dem organisatorischen Ausdruck der zionistischen Bewegung, und der „Brith Iwrith Olamith'4, dem organisatorischen Ausdruck der hebräischen Bewegung, herzustellen. Wir bringen eigentlich keine neuen Vorschläge und es handelt sich lediglich darum, Beschlüsse des letzten Kongresses zu bestätigen und dafür zu sorgen, daß die zionistische Bewegung und ihre Instanzen daran gehen, die angeführten Beschlüsse über Brith Iwrith Olamith und über den Hebräischen Weltkongreß praktisch zu verwirklichen. Wir stellen folgende Anträge, um deren Annahme durch den Kongreß ich bitte: a) Mit Rücksicht darauf, daß die Errungenschaften der hebräischen Kultur und Erziehung in der Diaspora sich in einer Notlage befinden und infolge der Wirtschaftskrise vor der Gefahr des Zusammenbruches stehen, sowie mit Rücksicht darauf, daß man' in verschiedenen Ländern zufolge besonderer politischer Verhältnisse unsere nationale Kultur vernichten will und daß in der letzten Zeit die Zerstörungskräfte der praktischen Assimilation im jüdischen Volke zugenommen und zu einer Verleugnung gegenüber der nationalen Kultur geführt haben, proklamiert der XVIII. Zionistenkongreß das dringende Bedürfnis, in der Diaspora die Arbeit auf dem Gebiete der Erziehung und Kultur, die die Seele der zionistischen Bewegung darstellen, zu stärken und zu erweitern. Der Kongreß betrachtet diese Arbeit als einen der wichtigsten' Faktoren zur Vertiefung der zionistischen Erziehung und zur inneren Gesundung der Zionistischen Organisation. b) Der Kongreß stellt mit Bedauern fest, daß die Beschlüsse des XVI. und des XVII. Kongresses bezüglich der Gründung eines Departements für hebräische Kultur bei der Zionistischen Exekutive nicht ausgeführt wurden, und verpflichtet die Zionistische Exekutive, diese Beschlüsse sofort nach dem Kongreß auszuführen. c) Der XVIII. Zionistenkongreß erinnert an die Beschlüsse des XVII. Kongresses über den Hebräischen Weltverband (Brith Ivrith Olamith) und den hebräischen Weltkongreß und verlangt von allen Faktoren innerhalb der Zionistischen Organisation die Durchführung dieser Beschlüsse. d) Der Kongreß beschließt, dem Hebräischen Weltverband und den zentralen