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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 424

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 424 (sequence 424)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8831-3484981
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424 /j. Kongreßsitzung: Bericht der Kulturkommission soll, daß unsere Beschlüsse nicht nur deklarativen Charakter behalten% daß vielmehr eine Institution bei der Zionistischen Exekutive geschaffen wird, die ständig zentrale Arbeit im Sinne der vorhin erwähnten Richtlinien leistet. Wie bekannt, faßten die letzten beiden Kongresse Beschlüsse,, welche die Exekutive verpflichteten, ein besonderes Departement für hebräische Kultur in der Diaspora ins Leben zu rufen. Es ist auch bekannt, daß diese Beschlüsse nicht realisiert wurden. Die beiden Kongresse beabsichtigten, durch ihren Beschluß einen Apparat zu schaffen, der sich damit beschäftigt, die Kulturarbeit im Galuth zu konzentrieren. Nach dem, was in Deutschland geschah, und nach dem Erwachen der jüdischen Bevölkerung in den Ländern des Westens ist nun für dieses zu gründende Departement eine neue Aufgabe erwachsen. Auf den früheren Kongressen sprachen wir über die Notwendigkeit, die bereits vorhandene hebräische Kulturarbeit zu konzentrieren, heute müssen wir dafür sorgen, daß auch in jenen Ländern, wo bisher keine hebräische Kultur- und Erziehungsarbeit geleistet wurde, diese von der Zionistischen Exekutive angeregt wird. Zu diesem Zwecke muß nun das Departement in kürzester Zeit geschaffen werden. Der zweite Teil unserer Vorschläge bezieht sich auf die innere Hebräisierung der Zionistischen Organisation. In erster Reihe wenden wir uns dem offiziellen Apparat der Organisation zu. Es ist kein Geheimnis, daß. der Apparat der Zionistischen Organisation nicht hebräisch ist. Und es ist klar, daß es bei dieser Sachlage unmöglich ist, alle Institutionen der Zionistischen Organisation zu hebräisieren und die ganze Bewegung in diesem Geiste zu beeinflussen. Ist es notwendig, Beispiele anzuführen, um die Lage zu charakterisieren? Es wird wohl genügen, wenn wir hervorheben, daß in der letzten Zeit sogar Fälle vorkamen, daß rein hebräische Kulturinstitutionen Briefe von der Exekutive erhielten, die in englischer Sprache geschrieben waren. Wer den Apparat der Zionistischen Exekutive kennt, wird auch den Grund verstehen können, den einzigen Grund: das Fehlen eines hebräischen Apparates. Wir können ohne jede Übertreibung feststellen, daß kaum zehn Prozent des Apparates der Zionistischen Exekutive Hebräisch ist; es genüge, daß wir feststellen, daß im ganzen Apparate der Zionistischen Exekutive nur eine einzige hebräische Stenotypistin vorhanden ist. Angesichts dieser Lage gibt es nur einen Weg zur Besserung: Es muß den Beamten zur Pflicht gemacht werden, sich die notwendigen Kenntnisse der hebräischen Sprache anzueignen, und die Exekutive muß verpflichtet werden, so rasch als möglich den ganzen Apparat zu hebräisieren. Noch auf dem XII. Kongreß wurde beschlossen, daß sämtliche zionistischen Beamten im Laufe eines Jahres die hebräische Sprache zu erlernen haben. Es ist kaum zu glauben, daß dieser Beschluß in den seither verstrichenen zwölf Jahren und bis auf den heutigen Tag nicht verwirklicht wurde. Es ist Pflicht des Kongresses, zu erklären,, wie er diese Fahrlässigkeit beurteilt, und es ist seine Pflicht, Beschlüsse zu fassen, welche die Exekutive verpflichten, diese Beschlüsse sofort in raschestem Tempo und mit aller Strenge durchzuführen. Es wurde hier bereits über die offizielle Literatur der Zionistischen Organisation gesprochen, welche in allen möglichen Sprachen mit Aus-

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