Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 419 (sequence 419)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ostroivsky, Jaivneeli 419 WAAD HALASCHON. 15. Der Kongreß anerkennt die bedeutsame Tätigkeit des Waad Halaschon und sieht es als seine Pflicht an, diese Institution durch eine ständige Subvention zu fördern. BERICHTERSTATTER OSTROWSKY: Zu den Punkten 5 und 6 der Anträge muß ich erklären, daß über die Höhe des Budgets, die mit 24.000 Pfund festgesetzt wurde, erst beschlossen werden kann, wenn die Budgetkommission darüber beraten hat. Die Verringerung der vom A.C. beantragten Summe — der Beschluß des A.C. lautet, daß 40.000 Pfund jährlich für Erziehung ausgegeben werden — erklärt sich aus dem Umstände, daß der Jischuv seine Beiträge ständig erhöht. Zu Punkt 6 muß ich darauf hinweisen, daß mit der Regierung um das Budget der Volksschulen gekämpft wird und daß die Regierung immer wieder verlangt, man solle die Volksschulen einschränken und statt achtklassiger Schulen fünf- bis sechsklassige errichten. Diesen Absichten muß entschieden entgegengetreten werden, weil ihre Durchsetzung das Niveau unserer Schulen in empfindlicher Weise herabdrücken würde. SCHMUEL JAWNEELI (Arb., Erez Israel): Ich beantrage zwei Zusätze zu den Resolutionen, und zwar: 1. Der Kongreß bestätigt das Budget für die Erziehung unter der Bedingung, daß die Rechte der Schulen für Arbeiterkinder nicht gemindert werden. 2. Der Kongreß gibt seinem Vertreter in der Leitung den Auftrag, in Fragen des Budgets mit dem Vertreter des Waad Leumi zu stimmen. Man hat den Schulen der Arbeiter nicht das gegeben, was ihnen gebührt, und die Gefahr besteht, daß die Arbeiter in der Erziehungsleitung majorisiert werden könnten. BERICHTERSTATTER OSTROWSKY: Die Gefahr einer Verkürzung besteht überhaupt nicht; in den einzelnen Institutionen und Kommissionen sitzen Vertreter der Arbeiter, die ihre Rechte zu schützen wissen. Die Verteilung der Gelder geschah bisher genau nach der Anzahl der Schulen und der Schüler und auch in Zukunft werden sicher die Schulen der Arbeiter nicht verkürzt werden. Ich beantrage daher, die Zusatzanträge Jawneeli, die geradezu eine Beleidigung der Leitung des Erziehungswesens und der Leitung des Waad Leumi bedeuten, abzulehnen. Ich habe bereits in der Allgemeinen Palästinakommission eine schriftliche Erklärung im Namen des Waad Leumi abgegeben, daß die Rechte der Schulen der Arbeiterpartei in der Vergangenheit nicht beeinträchtigt wurden und daß wir auch in der Zukunft alle Schulen der verschiedenen Richtungen, die vom Waad Leumi anerkannt sind, gleich behandeln werden. Der Waad Leumi hat sich lange Zeit mit der Zusammensetzung des leitenden Komitees des Erziehungswerkes befaßt. Es gab große Schwierigkeiten besonders seitens verschiedener lokaler Räte. Es ist schließlich gelungen, für das vereinigte Erziehungswerk den gesamten Jischuv, sowohl die Vertreter der Kolonisten als auch die Stadtverwaltung von Tel Aviv und die Lokalräte, zu vereinigen. Der Hilfe, die uns die Stadtverwaltung von Tel Aviv, sowie die Kolonisten gewährten, verdanken wir es, daß wir das erste Verwaltungsjahr erfolgreich abschließen konn- 27*