Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 408 (sequence 408)
- Language
- German, English, Hebrew
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408 jr^. Kongreßsitzung: Bericht der K.K.L.-Kommission zu sprechen. Wir müssen eine durch die Jewish Agency kontrollierte Institution schaffen, die alle Gesellschaften, die sich mit Bodenkauf beschäftigen, vereinigt. Diese Institution soll die Aufgabe haben, den Boden zu kaufen und zu verteilen. Dazu ist die Mithilfe des Kongresses notwendig, damit er diese Institution mit seiner ganzen Autorität stütze. Überdies soll jeder, der vom Kongreß nach Hause geht, auf diese Gefahren hinweisen und die Hilfe leisten, welche nötig ist, damit unser Boden in Erez Israel nicht „hefker" werde. J. THURSZ (Allg.y Marokko — spricht französisch): Ich protestiere energisch gegen die Vorbringungen des Delegierten Avissar, der behauptet hat, die Situation der sephardischen Juden in Nordafrika, von denen ein großer Teil unter dem Schutz und dem Einfluß der großen französischen Republik steht, sei nicht weniger schwierig als die der Juden in Deutschland. Es sind das sehr unglückliche Worte. Was die „furchtbaren Pogrome" betrifft, von denen Herr Avissar gesprochen hat, so muß ich sie entschieden dementieren. Man darf nicht das Wort „Pogrome" gebrauchen, wenn man von gewissen sicher beklagenswerten Vorfällen spricht; das wäre eine bedauerliche Entgleisung gegenüber dem freisinnigen Frankreich, dessen positive Bedeutung für unsere Geschichte Präsident Sokolow in seiner Eröffnungsrede unterstrichen hat. Ich lege Wert darauf, hier im Namen der Juden Marokkos, die ich vertrete, unsere Ergebenheit gegenüber der Regierung des französischen Protektorats und insbesondere gegenüber dem früheren Generalresidenten in Marokko, Herrn Senator Lucien Saint, auszudrücken, die durch ihr energisches Eingreifen die grundlos erregten Gemüter beruhigt und die momentan gestörte Ordnung im Lande wiederhergestellt haben. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Die Kommissionen müssen morgen, Freitag, mit ihrer Arbeit fertig werden. Daher finden morgen keine Plenarsitzungen statt. Die nächste Sitzung ist Samstag um halb 9 Uhr abends. Schluß der Sitzung 23 Uhr 30 Min.