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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 383

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 383 (sequence 383)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Locker, Brodetsky 383würdige Begriffs vermengung. Die Arbeit, die darauf gerichtet ist, so viel Juden als möglich aus Deutschland nach Erez Israel zu bringen, sie dort anzusiedeln und so viel produktive Elemente als möglich in die neue Struktur Palästinas zu verwurzeln — ist vielleicht nicht die Beantwortung des jüdischen Problems, aber sie ist, ebenso wie unsere gesamte Arbeit in Erez Israel, ein Schritt zur Beantwortung des jüdischen Problems. Die Polemik, die Sie führen, ist eine künstlich herbeigeführte (Ziviscbenrufe rechts). Den Herren, die mir den Ruf „Zertifikate" zuwerfen, kann ich nur sagen: Ihr habt einen bequemen Standpunkt. Erreichen wir bei der Regierung eine große Zahl von Zertifikaten, dann ist es auch für Euch gut, dann wollt Ihr sie nehmen. Gibt uns die Regierung wenig — wer ist schuld? Die Zionistische Exekutive, Weizmann und die Arbeiter (Zwischenruf: „Die Internationale!") Selbstverständlich auch die Zweite Internationale. Bald wird Herr "Großmann auch schuld sein. Es gibt Richtungen im Zionismus, welche von konstruktiver Arbeit leben, und solche, die leben von den Niederlagen der zionistischen Bewegung. Es gibt auch zwei Auffassungen über unsere Politik: die eine ist, daß die zionistische Politik besteht in der Durchführung permanenter Demonstrationen; die zweite Politik ist die der tagtäglichen schweren Arbeit im Lande und der dauernden Auseinandersetzung mit der Regierung in London und in Erez Israel um jedes Zertifikat und wegen jeder gesetzlichen Maßnahme, die unsere Aufbauarbeit berührt. Und es sind gerade die Vertreter der ersteren Auffassung, die alles dazu tun, um das Leben unserer Organisation zu untergraben. Es ist Aufgabe aller Teile der Bewegung, diesen destruktiven Tendenzen mit aller Entschlossenheit entgegenzutreten und die Zionistische Organisation zu einem machtvollen Instrument der Aufbauarbeit und des verantwortungsvollen konstruktiven Kampfes um unsere Rechte in Erez Israel zu gestalten (Lebhafter Beifall). Dr. SELIG BRODETSKY (Mitgl. d. Ex. — spricht jüdisch): Bei uns auf dem Kongreß wird falscher Parlamentarismus getrieben. Er ist falsch, weil er aiuf der Legende aufgebaut ist, daß es zwei Gruppen von Menschen a;uf dem Kongreß gebe: solche, die in der Regierung sind, und solche, die in der Opposition sind und die Regierung übernehmen wollen. Mein Standpunkt ist ganz anders: Wenn wir alle zwei Jahre zusammenkommen, so soll es geschehen, um Ratschläge zu geben, wie die Arbeit zu führen ist. Eine Exekutive, die Kritik nicht hören will, hat nicht das Recht, Exekutive zu sein. Menschen, die arbeiten, müssen Kritik von außen hinnehmen. Meine Antwort soll nicht polemisch sein. Nur gegen einen Redner muß ich ein wenig polemisieren, und das ist nicht meine Schuld. Ich fühle mich persönlich in einer schwierigen Position, wo es sich um Polemik handelt, weil jeder Redner zu einer Partei spricht und weiß, daß dasr was er spricht, die Zustimmung der Partei erhält, zu der er spricht. Man hat mich gefragt, warum ich nicht als Repräsentant der Richtung handle, die mich in die Exekutive gewählt hat, warum ich mich nicht als Repräsentant einer gewissen Gruppe fühle. Wenn Dr. Bogratschow meint, daß

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